Social Service in South Africa

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.

 
05Januar
2015

Abschied aus Afrika und Ankunft in der Heimat

Es stellte sich heraus, dass meine Flugdaten falsch übermittelt wurden, sodass ich 2h zu früh abgeholt wurde und eigentlich mehr Zeit vorort und mit den anderen hätte haben können. Am Flughafen versuchte mein Fahrer noch auf den früheren Flug umzubuchen, aber leider ging es nicht. So verbrachte ich die nächsten 4,5h am menschenleeren Flughafen und genoss die letzten Sonnenstrahlen bis irgendwann mein Flug aufgerufen wurde (In der Zeit dort wurden sogar zwei Sicherheitsprotektoren zugelegt, auch wenn das Handgepäck nach wie vor von Hand kontrolliert wurde.). In Johannesburg suchte ich nun zum letzten Mal meinen Schalter, diesmal den Internationalen. Ich musste noch etwas warten bis er geöffnet wurde, zahlte mein Übergepäck und verbrachte meine Zeit mit Abschieds-Frust-Shoppen in den Duty-Free-Shops. Im Dunkeln stieg ich in mein Flugzeug (Airbus 380, noch größer als das damalige) und machte mich bereit den Afrikanischen Boden zu verlassen. Es gab viele freie Plätze, sodass man eine angenehme Nacht mit viel Platz hatte. Glücklicherweise war noch vegetarisches Essen übrig (was ich nicht vorher angegeben hatte, da die Umstände sich erst ergaben) und trank meinen Weißwein dazu, mit dem ich meine letzten Stunden dieses wahnsinnigen, unglaublich unbeschreiblich traumhaft schönen Erlebnisses auszukosten.

Abflug

In London ging alles schnell und problemlos und 2h später war ich wieder in Berlin-Tegel, wo das große Abenteuer begann. Nach wenigen Minuten sichtete ich bereits die ersten bekannten Gesichter und als ich endlich meinen Koffer hatte und rauskam, sah ich sie alle: Großeltern, Eltern, Schwestern und auf ein Mal auch Maria. Völlig überrascht, ungläubig und überwältigt ließ ich mich von allen Willkommen heißen. Die Müdigkeit, die Liebenden aus der Heimat zu sehen, Afrika hinter mir zu lassen und vor allem mein Herz noch dort zu wissen, war zu viel. Ich war zurück.

Diese Erlebnisse und Erfahrungen werde ich niemals vergessen und werde die kennengelernten Werte übernehmen und weiterhin schätzen. Es war jede einzelne Sekunde wert. Für immer in meinem Herz und in meinen Gedanken… <3

Home is where life begins and love never ends!

 

04Januar
2015

Verlängerung meiner Zeit in Afrika im Krüger

Am nächsten Tag stand dann unser Ausflug an. Wir hatten uns für Moholoholo entschieden, eine Tierauffangstation, wo verletzte und gefährdete Tiere gesund gepflegt und aufgezogen werden, um anschließend wieder in die Freiheit entlassen zu werden, wenn dies möglich ist. Dort erhielten wir neben einigen Informationen auch die Möglichkeit einen Geparden und einen Adler zu streicheln und Geier auf unserem Arm zu füttern. Als wir bei den Leoparden ankamen, sahen wir vom Nahen, was sie für wunderschöne, graziöse Tiere sind.

Leo Baby Honeybadger Adler Gruppenfoto Streicheleinheit

Nach einem kurzen Shoppingausflug in der Stadt, legten wir uns zurück im Camp an den Pool. Den Dienstagmorgen hatten wir wie immer frei. Ich setzte mich früh in die Sonne um zu lesen, doch mit der Zeit zogen dicke Wolken auf und es wurde kühl und ungemütlich. Wir nutzten die Zeit wie üblich zum Putzen, ich machte wieder Pancakes und als Caz mit den Einkäufen zurückkam, teilte sie uns alarmierende Neuigkeiten über Malaria mit. Es gibt 4 Malariaarten und eine von ihnen verläuft sehr schnell tödlich. Während in der Region in den letzten Jahren nicht mehr als drei Fälle pro Jahr aufgetreten sind, seien es nun 50 Fälle die Woche. Wir mögen es doch mit Ernst nehmen und die entsprechenden Schutzmaßnahmen vornehmen. Bei der Nachmittagsfahrt war es wieder sehr ruhig draußen und hatten die Vorahnung, dass schlechtes Wetter kommen würde. Mit Skippo, Sinan und vielen Lachanfällen ließen wir den Abend in Ruhe ausklingen. Bei der Birdy Survey am nächsten Morgen zog der prophezeite Regen auf, sodass wir nach ein paar Punkten abbrachen und ins Camp zurückfuhren. Dort gab es erneut die Tracklecture und nach der Mittagspause die Dangerous Game Lecture in der Jannik und ich anfingen draußen Sport auf Isomatten zu machen. Am Abend ging es zum Sunsetdrive, wo jedoch nichts geschah. Am Donnerstagmorgen ging es zunächst hinaus und anschließend gab es die Bird Lecture und bei der Nachmittagsfahrt entdeckten wir eine Mama mit ihrem Nashornbaby, welches ca. 1 Monat alt war und das erste Nashornbaby in Balule.

Nashorn Baby

Nach vielem Hin-und-Her entschieden wir uns am Freitag dafür, trotz Schlechtwettervorhersagen, an der Fahrt zum Canyon erneut teilzunehmen in der Hoffnung, dass das Wetter einigermaßen mitspielen würde. Am Morgen hatten wir Glück mit dem Wetter: Sonnenschein begleitete uns den ersten Teil unseres Ausfluges. Der 1. Stopp war der nördlichste Punkt des Canyons. Nach immerhin zwei Monaten war es dort auch schon deutlich grüner und bewachsener, wenn auch noch kein Vergleich zur Regenzeit dort. Zahlreiche Fotos später ging es erstmal direkt zum südlichsten Punkt, um unsere Mittagspause vorm großen Reisebusansturm bei Harrie’s zu verbringen. Diesmal schmeckte mir mein gewählter Pancake deutlich besser. Außerdem kauften wir um die Ecke noch ein kleines Abschiedsgeschenk für Caz und Anna, da die beiden ab Montag Urlaub hatten (6Wochen Arbeit, 2Wochen Urlaub immer im Wechsel). Anschließend ging es zu den Lisbon Falls und den anderen zahlreichen Aussichtspunkten am Canyon, aber die ganze Zeit mit der Unwetterfront im Nacken, da es sich stark zugezogen hatte und man beobachten konnte, wie es immer dunkler wurde und die Wolken sich uns näherten. Recht schnell brach auch das Gewitter über uns aus. Der letzte Stop erfolgte an einer kleinen Marktpassage, wo uns die Frauen regelrecht überfielen und uns teilweise festhielten. Wir spürten außerdem einen gewissen Zeitdruck, da der Fahrer uns bis 17Uhr rein und er selbst es wieder raus aus den Gates schaffen müsste. Auch unser gewünschter Stopp bei Pick’n’pay war nun fragwürdig. Als wir in einen Stau wegen Road Constructions gerieten, wurde über Funk etwas geregelt, sodass wir uns Zeit lassen konnten und daher doch alles erledigen konnten, die letzten privaten Einkäufe für Leckereien etc.

CanyonCanyonCanyonPancakesLisbon Falls

Bei der Bird Survey am Samstagmorgen war das Spannendste wohl die Büffelherde von ±160 Stück, wie üblich geschah dies an den einem Wasserloch. Es zog etwas auf, sodass wir uns in die Sonne legten und im Pool rumalberten (erst am Abend stellte ich fest, wie ich mich in kurzer Zeit extrem verbrannt hatte). Am Nachmittag galt es eine Straße zu reparieren, wie üblich das Haus zu putzen und für mich fleißig meine Übungen zu machen und weiter zu trainieren. Nach dem Essen spielten wir „Wer bin ich?“ (Pumba, Barney Stinson und Angelina Jolie) und Stuhltanz, wo ich trotz Muskelkater siegte.

BüffelSand Fertige Straße

Auch am Sonntag standen die Vögel auf dem Plan, was mich keinesfalls störte, da ich es spannend fand, immer weiter in die Materie einzudringen. Die anderen erhielten die Spiders, Snakes& Scorpions Lecture, während ich mich mit Musik ins Bett legte, da ich davon nichts hören wollte. Nur den Anfang bekam ich mit, als Caz fragte, wo ich sei und berichtete, dass sie beim letzten Mal dachte, dass ich jeden Moment aus dem Raum hinausrennen würde, weil ich mich so auf dem Stuhl zusammengekauert hatte und meine Atmung und meine Tränen in den Augen deutlichst meine Panik verrieten. Es ging erst am Abend zum Sunset Drive wieder hinaus, wo wir Weiber tratschten und lachten, als gäbe es kein morgen mehr. Wir verstummten erst, als Jannik auf einmal meinte, dass er etwas gesehen hätte. Er konnte es absolut nicht einordnen und schließlich berichtete ich es Caz, völlig verärgert weil wir es erst so spät berichteten und das Tier natürlich zu dem Zeitpunkt über alle Berge war bzw. sich so versteckt hatte, dass es keiner mehr sah. Im Nachhinein passten die Beschreibungen und Reaktionen zu 99% auf einen Leoparden. So ein Mist aber auch! Ab da zogen wir (einschließlich Caz) über Jannik her, weil er ihn als einziger gesehen hat und uns nicht rechtzeitig informierte. Anschließend grillten wir sogar mit mariniertem Fleisch (für die anderen ein geschmackliches Highlight).

Leopard (von Freunden später nachgeschickt)

Nachdem Warren bereits am Sonntagnachmittag angekommen war und wir Mädels einen kleinen Augenschmaus zu sehen bekamen, war es am Montagmorgen soweit ihn kennenzulernen und mit ihm rauszufahren. Wir waren 6Uhr abfahrbereit, doch verzögerte der Regen unsere Abfahrt. Mit seinem Hut, Rucksack und Gewähr erinnerte er uns alle an Crocodile Dundee.

Warren

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde auf dem Truck starteten wir mit einem Transect Drive. Elefanten und Raubtiere blieben verschwunden wie eh und je. Das einzige was uns auffiel, waren die vielen Zebra’s die eigentlich ungewöhnlich für die Region waren. Außerdem sahen wir very fresh Hyaena Tracks, die entstanden nach dem der Regen aufgehört hatte. Auch Honeybadger (Honigdachs) Tracks wurden uns von Warren gezeigt und vermehrt sahen wir Lilac-breasted Roller. Bei einer Dehnungspause (Warren legte bei jeder Fahrt eine kleine Pause ein, um sich zu strecken zu lassen, Buschpipi anzubieten und die Beine zu vertreten) erwähnte Warren, dass er für Ende der Woche einen Bushwalk anbieten würde, wobei eine Gruppe eigentlich nicht mehr als 4 Leute umfassen sollte. Da ich bereits Mittwoch abreisen würde, würde es also genau aufgehen. Traurig war ich natürlich darüber, aber mir war eigentlich klar, dass für mich keine Zeit da war dies zu unternehmen. Zurück im Camp legten wir uns alle nochmal auf’s Ohr und schliefen für 2h und länger, da wir alle völlig ausgelaugt waren. Am Nachmittag sollten wir beim Reserve Work eine Regenableitung in Form eines Hügels und eines Abflusses erstellen. Beim Steine Sammeln fand Jannik unter einem großen Fels einen Skorpion (wovor wir immer gewarnt wurden, weswegen wir zunächst die Steine immer mit den Füßen wenden sollten). Es war wieder die lebensbedrohliche Art, diesmal jedoch etwas kleiner, ein Weibchen (welches gerade das Männchen nach der Paarung verspeist hatte). Desweiteren trafen wir auf ein White Rhino, welches Warren mit sehr amüsanten Nachahmungsgeräuschen versuchte anzulocken.

SkorpionRegenableitung

Nach der Rückkehr gingen Jannik und ich zu Caz und Anna, um unsere persönlichen Karten zu überreichen, uns zu bedanken für all das was wir von den beiden lernen durften über die Natur, die Menschen, das Miteinander und das Leben generell und um uns schon einmal persönlich zu verabschieden, da wir sie doch etwas besser kennengelernt haben als manch andere. Am Abend stand dann das große Abschieds- und Willkommensessen an, welches Jannik und ich gemeinsam zauberten. Es gab alles was das Herz begehrt: Gegrilltes, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Salat, Tomaten-Gemüse-Soße etc. An einer langen Tafel draußen speisten wir gemeinsam und da sich die anderen ans Ende verkrümelten saß ich bei Caz, Anna und Warren und bekam daher all die schönen Geschichten mit. Auch nach dem Essen und Abräumen, war ich diejenige die das Eis brach, um die anderen zu integrieren und alles in allem verbrachten wir dann einen schönen, gemeinsamen Abend…

Der Dienstagvormittag war wie immer frei. Ich nutzte meine Zeit, um mit packen anzufangen und setzte mich anschließend eine Runde an den Fluss, um meine Zeit zu genießen. Später zog ich ein letztes Mal meine Sportübungen durch, sprang noch einmal in den Pool und wir fingen an all unsere Fotos auszutauschen. Dann schloss ich mich der Spielerunde an. Als der Einkauf entladen war, fiel ich über Obst und Gemüse her bevor es am frühen Nachmittag für einen weiteren Transect Drive hinausging. Es würde meine letzte Fahrt werden. Auf den letzten drücker zogen wir doch noch unseren „Assi-Tag“ durch. Es kam sogar die Sonne raus und frecherweise erlaubte ich mir, meine Hotpants anzuziehen. Das Tuch von Linda perfektionierte dann mein Gesamterscheinungsbild.

Girls

Etwas Spannendes sahen wir nicht. Am Wasserloch wurde uns ein Dung-Beetle gezeigt. Bei mir setzte sich jedoch langsam die Traurigkeit über den Abschied durch. Zwar machten wir in der Pause im Dry River sehr lustige Bilder, aber mit dem Sonnenuntergang kam eine sehr emotionale und sentimentale Stimmung bei mir auf. Als wir zurück im Camp waren, dann die große Überraschung: Warren hatte den Bushwalk für mich vorgezogen und um 5.25Uhr sollte die erste Gruppe abmarschbereit sein, bevor anschließend gegen 7.30Uhr die zweite Gruppe losziehen würde. Damit fingen das erste Mal meine Tränen an zu laufen. Während ich die letzten Sachen packte, begannen die anderen an zu kochen und Jannik und ich setzten uns mit meiner Weißweinflasche nach draußen. Dort genoss ich meine letzten Stunden in vollen Zügen. Auch nach dem Essen zog es uns nach draußen und machten es uns unterm Sternenhimmel am Fluss gemütlich…

Sonnenuntergang Letzte Fahrt

Nach einer kurzen Einweisung am Morgen marschierten wir durch den Garten Eden, unter anderem das zu Hause der Leoparden. Die Frau bekommt im Tierreich das große Haus und der Mann das kleinere nebenan. Auch einem Elefantenbullen waren wir auf der Spur, aber leider bekamen wir nichts als Hippos, besonderen Vögeln und Impalas zu sehen. Einen toten Büffelkopf sichteten wir noch und Spuren vom Stachelschwein. Alles in allem wirklich sehr schön!!

Ausblick vom Garten Eden

Mit guter Verspätung kamen wir zurück im Camp an, wo sofort meine Tränen anfingen zu fließen. Ich hatte dann noch eine halbe Stunde, um zu duschen, zu packen, Essen zum Mitnehmen vorzubereiten und eventuell noch einen Kaffee und Buttermilk Rusk zu genießen. Jannik war mir währenddessen eine große Hilfe. Der Fahrer war natürlich früher da, aber mir wurde zuvor gesagt, dass ich mir bis zum offiziellen Abholtermin Zeit lassen könne. Die nächste Truppe war abmarschbereit und so war es Zeit für die ersten Verabschiedungen. Draußen verabschiedete ich mich schnell noch von Warren und brachte anschließend meinen Koffer und das andere Gepäck zum Auto. Da kamen auch die restlichen Leute zum Verabschieden hinaus. Nach den letzten Worten und Umarmungen von Jannik eiste ich mich schließlich tränenüberströmt los. Die Tränen versiegten den ganzen Tag nicht. 

21November
2014

Buschcamp

Trotz der Verlängerung hieß es für mich erst mal Koffer und co. packen, da der Umzug ins Buschcamp anstand. Glücklich und voller Freude machte ich mich mit Jannik daran, das Camp so umzuräumen, dass die Kirchenleute die Zimmer (bis auf eines) nutzen konnten. Als kleine Erklärung, die Kirchenleute sind Teilhaber vom Camp, die viermal im Jahr dort hinkommen und das war das letzte Mal dieses Jahres, wo wir weichen mussten. Dazu verstauten wir den ganzen Wohn- und Arbeitsbereich, sowie Küchenutensilien und das ganze Passagenzeug in dem 6-er Zimmer, um es anschließend abzuschließen. Außerdem mussten wir unsere Verpflegung für die nächsten Tage für uns 9 Leute planen, da 7 weitere anreisen würden. Laken, Luftmatratzen und Isomatten fanden ebenso Platz im Truck, wie all der Rest, den wir vermutlich die nächsten 5 Tage brauchen würden. Nach dem Ausladen der ersten Fuhre im Camp schauten wir uns erst mal an, was uns da erwarten würde. Kein Strom, kein fließendes Wasser, ein Freiluftbad von Schilf umgeben, zwei große Zelte, eine inzwischen eigentlich abgeschlossene Küche, ein Lagerfeuerplatz und ein Zaun, der minimal mit Strom geladen war, der unser Schutz vor den um uns herumwildernen Tiere sein sollte. Nachdem wir den letzten Rest aus dem Hauptcamp geholt hatten, richteten wir uns ein, hingen unsere Moskitonetze mit Hilfe meiner Wäscheleine auf (Danke für den Tipp David!) und bekamen von Caz und Anna eine kleine Einführung in das Camp, da wir anschließend den Neuen alles zeigen und erklären sollten.

  Buschcamp Feuerstelle Dusche Schlafplatz

Als die Neuen ankamen, stellten wir vier uns kurz vor, bevor Caz und Anna uns das Kommando übergaben, die anderen willkommen zu heißen und ihnen beim Einrichten und Ankommen behilflich zu sein. Vier von ihnen kamen frisch aus Deutschland, sodass es eine arge Umstellung war und Praktikawelten hatte es trotz ausdrücklicher Bitte leider nicht hinbekommen, die Leute zu informieren und darauf vorzubereiten. Naja mit vollem Enthusiasmus stürzte ich mich in meine neue Aufgabe, ihnen alles zu zeigen, die Grundregeln zu erklären und mit vollem Einsatz einzelne Sachen bildlich darzustellen und ging in der Rolle total auf, nicht zuletzt, da ich im alten Camp auch schon die Campmama war. Dann ließen wir sie erst mal in Ruhe, aber bei Bedarf immer hilfsbereit parat.

Immer gegen 17Uhr sollte man sich ranmachen, die Petroleumlampen anzuzünden, wir mussten beim Donkey mit heißem Wasser darauf achten, dass immer mindestens ein Eimer vollgefüllt da stand (im Falle eines Brandes) und die anderen drei Eimer immer sofort nach Benutzung wieder zurückgestellt wurden. Jannik und ich bereiteten am ersten Abend ein frühes Abendessen vor, da die anderen von ihrer Reise recht hungrig waren und stürzten uns ins Abenteuer in der Küche zu kochen. Eigentlich klappte es ganz gut, nur war die größere Personenanzahl schon eine Herausforderung in Bezug auf die Größe der Töpfe, Pfannen und co. Aber immerhin hatten wir eine Flamme mehr zum Kochen. Leider war es seit dem Nachmittag etwas regnerisch, aber dennoch konnten wir uns abends beim Lagerfeuer etwas kennenlernen. Immerhin war ich nun nicht mehr die älteste, hatte ältere und gleichgesinnte, sodass das Alter gut verteilt war. Durch unsere bisherigen Erfahrungen und dadurch, dass ich vorher in Kapstadt war, beantwortete ich einige Fragen, aber es war auch total schön Tipps etc. weiterzugeben. Nachdem einige Elefanten unser Camp umrundeten, hörten wir es immer wieder Knacken und schärften unser Gehör sowie unsere Nachtsicht, um auf alles vorbereitet zu sein. Wir gingen sehr früh schlafen, da wir im Buschcamp noch weniger Möglichkeiten der Beschäftigung hatten (auch wenn wir ein paar Kartenspiele mitgenommen hatten und die ersten Tage noch unsere elektrischen Unterhaltungsmedien hatten). In der Nacht hörten wir Hyänen und Löwen, das Platschen der Regentropfen, die auf uns landeten und hatten generell eine eher unruhige Nacht.

Küche Warmwasser Donkey

Der üblichen Routine wurde nachgegangen, indem wir 6Uhr auf dem Truck sitzen mussten. Nur gestaltete sich zuvor der morgendliche Ablauf etwas schwieriger als sonst, da in der freien Wildnis nicht alles so verfügbar war, wie ich es gewohnt war. An dem Tag sahen wir viele Elefanten und vier White Rhino’s (Männchen verfolgte Frau, welche von ihren beiden jugendlichen Kindern flankiert wurde) und ein Bluesmith Lapwing Baby.

sub, ad. f., sub., ad. m.

Der nächste Tag war wettertechnisch leider nicht besser, sodass sich die Tiere bei den Fahrten versteckt hielten und als wir am Abend zurückkehrten, der Himmel nichts Gutes erahnen ließ. Es gab eine Unwetterwarnung: drei Gewitterfronten trafen genau über uns aufeinander und entluden sich in Sturm, Hagel (so groß wie Golfbälle), Regen, Donnern und Blitzen vom allerfeinsten. Beim frühen Abendessen sahen wir bereits Blitze in allen Himmelsrichtungen. Der Wind frischte ordentlich auf, sodass die Zeltwände aufgingen und nachdem wir uns früh bettfertig gemacht haben, die Zelte mehr oder weniger sturmfest mit Steinen befestigt hatten gab es ab 19Uhr kein rausgehen mehr. Bei den letzten Gängen draußen liefen uns dann die schönsten Mitbewohner über den Weg: Skorpion Nr. 1 war schwarz, generell groß, hatte kleine Scheren aber einen großen Stachel. Dieser Freund transportiert einen bei einem Stich direkt ins Krankenhaus. Der zweite Skorpion war die zweite Art davon mit einem kleinen Stachel und großen Scheren, deren Gift sich auswirkt wie ein Bienenstich. Außerdem wanderten vermehrt große (handgroß) Spinnen an uns vorbei und im Zelt hatte sich auch so manch krabbliger Kandidat Unterschlupf gesucht. Meine Panik stieg. Nicht wegen der Stürme, Blitze etc. sondern wegen dem Krabbelzeug insbesondere der Skorpione. Tränen liefen und Caz tätschelte mich kurz und meinte „It’ll be fine. You’ll be alright.“ Auf meine Frage gegen Panikattacken. Es war ohne Witz der schlimmste und schwierigste Moment, den ich während meiner Zeit dort überwinden musste (selbst der Bungy Sprung war dagegen in dem Moment nichts). Jannik beruhigte mich im Zelt und versuchte mich mit Monopoly abzulenken und brachte mich zumindest ein bisschen auf andere Gedanken. Wir machten ein wenig Musik an, auch wenn das nichts gegen die Lautstärke um uns herum war. In der Nacht tropfte es an allen Stellen durchs Dach durch und jeder von uns wurde ordentlich nass, die Zelte geflutet und das Zelt unser Rangerinnen sogar durch den Hagel zerfetzt. Schlafen war nur schwer möglich, immer wieder wurde das Zelt so sehr aufgeweht, dass ich die Fackeln sehen konnte, es war dauerhaft hell, da das Wetterleuchten um uns herum nicht aufhörte uswusf.

Gegen 4Uhr am Morgen hörte der Regen langsam auf, aber stürmisch war es trotzdem noch ohne Ende. Gegen 6Uhr waren wir natürlich alle abfahrbereit, als Caz angefahren kam und uns berichtete, dass die Straßen vom Unwetter zu kaputt und schlammig wären, um rauszufahren und wir mit etwas Glück, Wind und Sonne vielleicht in 2h rausfahren könnten. Leider war uns das Glück nicht hold und wir verbrachten so 4,5h mit Warten. Dann fuhren wir doch noch los und waren 1,5h unterwegs sahen aber nichts außer ein paar Elefanten. Nach einer kurzen Mittagspause wollten wir nochmal hinausfahren, um Reserve Work zu leisten, aber gerade als wir wieder auf dem Truck saßen, fing es wieder an zu regnen und Caz erteilte uns die Erlaubnis abzusteigen und trocken zu bleiben (obwohl wir innerhalb von 5min. schon wieder durchnässt bis auf die Knochen waren). Beim Umziehen in trockene Sachen stellte ich leider fest, dass mein Koffer von der Nacht so durchflutet wurde, dass alle frischgewaschenen Sachen durchweicht waren und ich nichts Trockenes mehr hatte. Ich war total angefressen. Als Caz zurückkam stellte sie uns vor die Wahl, hinausfahren oder im Camp bleiben? Ein paar Leute äußerten sich zum Drinbleiben, aber da wir alle ermutigten ihre Meinung zu sagen fuhren wir doch hinaus. Ich wurde noch stinkiger, weil ich auch nicht alleine zurückbleiben durfte und musste mich darauf einstellen die nächsten Stunden eventuell Tage chronisch nass zu verbringen, da der dunkle Himmel nur noch mehr Regen versprach. Wir ließen alle Kameras, Handys usw. zurück, weil wir ohnehin nichts sehen würden. Das einzige was wir sahen war nach einiger Zeit ein wunderschöner, bunter Regenbogen in der sonst so tristen, grauen und naturfarbenen Umgebung, weil für einen kurzen Moment von ca. 10Minuten, die Sonne hervorblitzte. Ein schöner Moment den keiner von uns festhalten konnte (Glücklicherweise hatte Anna ihr iPhone dabei, die mir später das Foto weiterleitete. Desweiteren war sie auch mein Schokoladenlieferant, da wir ja nichts hatten und es meine Droge war, um das Buschcamp zu überleben mit all den Abenteuern.). Am Abend bekamen wir nach 30min. endlich das Feuer an und grillten unser Abendessen. Little Hannah quiekte uns die ganze Zeit an und die Käfer schaufelten sich ihr eigenes Grab, da sie alle 30-40Stk. Ins Feuer flogen und abkokelten.  Wieder ein frühes zu Bett gehen und eine bitterkalte Nacht, da der Himmel seit Tagen mal wieder aufklarte.

Regenbogen

Um 7Uhr war dann Reserve Work angesetzt und wir reparierten eine Straße. Premiere auch ich durfte mal den Truck fahren (auch wenn ich peinlicherweise nach dem Automatikwagen die Kupplung vergaß o.O ). Als wir zurückkamen sahen wir, dass die Affen unsere Küche besucht und geplündert hatten. Danach chillten wir in der Sonne und im Halbschatten bis es am Nachmittag rausging, unbekannte Routen abfahren, um zu schauen, was das Unwetter im Reservat für Schäden verursacht hatte und einer Reparatur bedarf.

Am Sonntag war dann endlich der Umzugstag da, um ins Hauptcamp zurückzukehren. Wir erwarteten einen Anruf, um mitgeteilt zu bekommen, ob wir am Vormittag oder aber erst am Nachmittag umziehen könnten und somit war zunächst Bird Survey angesetzt. Auf dem Weg dahin schauten wir bei Hugo Boss (das Nilpferd im Tümpel) vorbei und auch Hariette seine On-Off-Freundin war mal wieder da (seit dem eigentlich immer und seine feste Frau, zum Paaren). Außerdem entdeckten wir ein totes Impala und nach dem Caz es untersucht hatte, teilte sie uns mit, dass es ganz frisch erst ist und die Wunden auf zwei Leoparden hindeuteten. Als wir langsam weiterzogen, hörten wir ein Grummeln und wussten nun, dass zumindest ein Leopard noch ganz in der Nähe war (Natürlich wollte er seine Beute nicht ohne weiteres aufgeben). Nachdem wir 30min. nichts sahen entschlossen wir uns zum nahegelegenen Bird Counting Punkt zu fahren, schnell die Vögel zu zählen und dann zurückzufahren, um zu schauen, ob der Leopard nochmal rausgekommen ist. Schon zum Ende der Beobachtung zählten wir über 20 Geier, die in Richtung des Kadavers flogen. Damit wussten wir, der Leopard würde weg sein, da er keine Chance gegen so viele Geier hätte. Als wir dort ankamen waren über 150 Geier da und bekämpften sich gegenseitig, um noch einen letzten Fetzen vom Tier abzubekommen. Caz bekam einen Anruf und ab da wurde alles sehr mysteriös. Wir mussten sofort zurück ins Buschcamp fahren, weil etwas im Reservat passiert war. Die Spekulationen gingen von Wilderern bis hin zu jemand ist gestorben. Zunächst erlitten wir einen Schock als wir zurück im Buschcamp ankamen, da die Affen unsere komplette Küche geplündert hatten und selbst die verriegelten Kisten aufbekommen hatten und alles Essbare geklaut, zerfetzt und gefressen hatten. Damit blieb uns nichts anderes zu Essen übrig als 2 Packungen Toast mit einem Minirest an Butter. Während die anderen den Saustall beseitigten zog Caz Jannik und mich beiseite, um uns zu erzählen, was los sei, aber die anderen nicht ausflippen sollten. Tatsächlich war jemand im Camp gestorben, weswegen Leichenwagen, Polizei etc. ins Reservat kommen würden und das alles eine unschöne und schwierige Situation sei und wir uns darauf vorbereiten sollten noch eine weitere Nacht im Busch zu verbringen. Kein Essen, Wasser auch nur noch wenige Liter, alles in allem also keine rosigen Aussichten. Die Zeit verging und wir warteten und warteten. Büffel und Elefanten spazierten am Fluss entlang und spielten alle möglichen Kartenspiele etc. um uns zu beschäftigen. Die Sonne schien und trotz Aufenthalts im Schatten und normaler Sonnencreme holte ich mir erstmals nach 11,5 Wochen einen megafetten Sonnenbrand (Caz verglich mich mit einem Lobster). Irgendwann am Abend kam dann doch noch der erlösende Anruf, Sachen packen und zusammenräumen war angesagt und innerhalb kürzester Zeit war der Umzug vollbracht.

Zurück im Hauptcamp durften Jannik und ich dann weiterhin unsere Rollen als SIC’s ausleben, indem wir den anderen sagten, was wohin soll und was noch gemacht werden kann und Caz nahm uns nochmal zur Seite, um uns zu loben und zu danken, dass wir eine tolle Hilfe waren und noch nie alles so gut im Buschcamp geklappt hat, wie unter unserer Führung, Organisation und Aufsicht und wir die Laune immer positiv aufrechterhalten haben. Außerdem erteilte sie uns die Erlaubnis, die anderen zurechtzuweisen etc., wenn irgendetwas nicht liefe oder ähnliches. Beim Kochen tanzten wir dann zur Musik und hatten super gute Laune. Das Buschcamp war wie ein Campingtrip von dem wir nach Hause ins Hauptcamp zurückgekehrt sind.

12November
2014

Wildlife Experience im Krüger National Park

Nach der durchzechten Nacht war Konzentration am Flughafen angesagt, das richtige Gate zu finden, den Koffer abzugeben und einzuchecken. Nach dem mein leicht übergewichtiger Koffer nicht auf ersten Anhieb durchging, wurde ich herum geschickt und musste dementsprechend einen guten Aufschlag zahlen. Nach den Sicherheitskontrollen saß ich vor meinem Gate, wo mich die Müdigkeit und die Emotionen einholten und der Abschied sehr schwer fiel.

Der Flug nach JNB war problemlos, nur musste ich mich dort sputen, da ich meinen Koffer abholen und neu einchecken musste. Aber auch das klappte wunderbar, sodass ich noch ca. 30min. vor meinem Minigate warten konnte und mir die Leute anschauen konnte, ob ich z.B. schon Mitreisende sichten würde oder ähnliches. Leider verspätete sich der Flug etwas und die Angst vor dem Propellerflugzeug hatte Zeit anzuwachsen. Als es losging, saß ich direkt in der ersten Reihe am Notausgang, sodass ich eine persönliche Einweisung für Notfälle bekam. Als ob ich nicht schon panisch genug war... Obwohl es auf und ab ruckelte und man sehr genau auf die Lautstärke des Propellers hörte, ging natürlich alles gut. Im strahlenden Sonnenschein landeten wir nach 45min. am klitzekleinen Flughafen Hoedspruit, der nur mit den nötigsten Utensilien ausgestattet war. Da An-und Abflug in zwei nebeneinanderliegenden Räumen abgewickelt wurden und die Sicherheitsregulierungen nur sehr sparsam durchgeführt wurden, hatte ich sogar noch die Möglichkeit Vera kurz zu umarmen. Draußen traf ich auf Julia, Pauline, Jannik und Kim, die mit mir zum Projekt gehörten. Alle sind gerade frisch aus Deutschland angereist, somit war ich die einzige mit südafrikanischen Erfahrungen und durfte seit dem immer mal wieder beruhigende Worte und Tipps geben, da alle danach nach Kapstadt weiterfliegen würden. Nachdem unsere Koffer aus dem Auto auf den Bürgersteig geladen wurden, brachten wir unser Gepäck mit unserem Fahrer zum Safariauto. Da in dem späteren Flugzeug noch zwei weitere Mitreisende erwartet wurden, setzten wir uns rein, um dort zu warten und löcherten die Verbliebende, die die letzten zwei Wochen schon im Projekt verbracht hatte, mit Fragen bis ihr Flug ging.

Wartebereich am Flughafen

Nachdem das (letzte) Flugzeug weg war, stellte sich heraus, dass die anderen beiden nicht kommen würden. Einer hatte abgesagt bzw. das Projekt gewechselt und die andere würde auf Grund von Lufthansa Streiks erst einen Tag später ankommen. Also machten wir uns nach 2,5h des umsonstigen Wartens auf den Weg zu unserem Camp. In dem Safariauto hatten wir nun eine 1,5 stündige Fahrt vor uns, um uns und unsere Mitbewohner für die nächsten Wochen kennenzulernen. Dazu zählten Impalas, Elefanten, Warthogs, Löwen und co. Im Camp begrüßten uns Caz und Anna, unsere Rangerinnen für die nächsten zwei Wochen. Nach einer kurzen Führung durchs Haus, gaben sie uns unseren Freiraum, damit wir ankommen und uns ordnen konnten. Zum Camp gehörten zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, zwei Bäder, eine Küche, ein Außenbereich mit Feuerstelle, Freifläche und Pool. Durch meine vorherigen Insiderinformationen wusste ich, dass das 4er-Zimmer etwas besser sein sollte und da die doch etwas jüngeren Mädels nicht unbedingt mit 'nem Kerl ins Zimmer wollten und das für mich kein Problem war, teilten sich von da an Jannik und ich das kleinere Zimmer, während die anderen drei das 6er-Zimmer belegten. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, Moskitonetze aufgehangen haben, das Camp und unsere Nachbarn inklusive Nilpferden, Krokodilen, Büffeln und co. erkundet haben, bekamen wir am Abend noch die erste Einführung, was uns in nächster Zeit erwarten würde, kochten unser erstes gemeinsames Abendessen und spielten Phase 10, welches ich zum ersten Mal spielte und direkt gewann :)

Ausblick vom Camp

Da unsere Nachbarn im Wasser nachtaktive Tiere sind, hörte man sie in der Nacht recht oft und auch die Vögel, und frechen Affen führten am Morgen zu einer unruhigen, aber irgendwie auch naturverbundenen, natürlichen Nacht. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stand am Morgen die große Präsentation an, in der wir eine umfangreiche Einführung in das Reservat, Camp, die Umgebung und die Regeln erhielten. Die beiden wichtigsten waren wohl "Never run!" und "Befolge Anweisungen der Ranger sofort und ohne sie in diesem Moment zu hinterfragen!". Außerdem wurde dort besonderen Wert auf Sauberkeit gelegt, sodass jeden Tag geputzt werden musste, unter anderem auch, um die Spinnen, Ratten und damit auch die Schlangen fernzuhalten. Erst später stellte sich heraus, dass wir eh schon einen weiteren Mitbewohner, die Ratte im Dachboden, hatten und bekamen sie das ein ums andere Mal zu Gesicht. In der Pause gingen wir uns mal den View Point oben auf dem Hügel anschauen, von dem man einen recht weiten Blick über die Umgebung und das Wasserloch vor unserem Camp hatte, an dem eigentlich regelmäßig Tiere zum Trinken vorbeikamen. Mittags kam Sophie an, die wegen der Streiks Verspätung hatte und waren somit komplett. Wir führten sie etwas ein und anschließend stand am Nachmittag unser erster Game Drive an. Die erste Safari meines Lebens. Da waren Elefanten, Giraffen und selbst die Impalas noch interessant. Sobald die Sonne am Untergehen war wurde es aber ganz schön arg kalt.

Waterbucks vom View Point (adult female, subadult female, adult female)Giraffen ElefantenHugo (noch Single)

Sunset

  Um 6Uhr am nächsten Morgen galt es abfahrbereit auf dem Truck zu sitzen mitsamt des GPS', Kompass', der Bücher (Tracks, Mammals) und den Data Sheets (Predators (Tracks and Dynamics), Elefant, Rhino & Buffalo sowie Game Count oder Bird Survey).  Auf der ersten Arbeitsfahrt, einer einfachen Dawnpatrol fuhren wir hinaus und Caz las die Spuren auf den Böden und erklärte uns vieles Drumherum. So schrieben wir die Hyänen- und Leopardentracks auf, sahen Baboon (also Pavian)- spuren, eine kleine Elefantenherde (11 Stück) mit Jungtieren und ausgewachsenen Tieren, einige junge Giraffen, Kudus, Gnus und auch Zebras. 

Leopard Tracks

Am Nachmittag gab es die erste Lecture für unser Bushcrafttraining. Dangerous Animals wurden uns vorgestellt und wie man sich in Gefahrensituationen bei den unterschiedlichen Tieren unterschiedlich zu verhalten habe. Dazu erhielten wir wahnsinnig spannende Geschichten von Caz, die in ihren zahlreichen Jahren im Busch so einiges erlebt hat... Anschließend gingen wir eine Runde an den Pool und auch rein etwas schwimmen und rumalbern bevor Abendessen zubereiten anstand. Ab dem nächsten Tag würden wir die nächsten Male mit Anna rausfahren, da Caz viel Arbeit im Büro zu tun hatte.

Der tägliche Ablauf sah meistens so aus: 6Uhr am Morgen ins Field, 9.30-10Uhr zurück, dann putzen, Daten in den Computer übertragen, entspannen und 14.30-15Uhr wieder rausfahren ins Field. Am besten beschreibe ich erst mal unsere unterschiedlichen Aufgaben. Zum einen gab es da die Game Counts (oder Transect Drive). Dabei wurde das Reservat in zwei Routen aufgeteilt, die man beide zweimal in zwei Wochen abfährt (einmal morgens und einmal nachmittags) und alle Säugetiere aufschreibt, zählt, Geschlecht und Alter bestimmt und die Koordinaten, Richtungen und Entfernungen in denen man sie gesehen hat notiert. Ich wurde recht schnell für meine Augen gelobt, da ich Tiere sah bevor sie andere sahen, kleine Tiere die keiner bemerkte und Tiere, die sich nicht offensichtlich zeigten und nur durch "Buschaugen" gesehen werden konnten. Selbst Anna lobte mich bei ein, zwei Situationen für meine Buschaugen, da sie, die trainiert war, viele Beschreibungen brauchte, um mit dem Fernglas zu sehen, wo genau, ich gerade mal wieder ein Tier gespottet hatte :D Bird Survey Punkte gibt es 17 in dem Reservat, die alle innerhalb von zwei Wochen angefahren werden, um für 10min. alle Vögel zu identifizieren die vorbeiflogen, deren Rufe man hörte etc. Die Anzahl, Himmelsrichtung, Entfernung und die genaue Art wurden dabei aufgeschrieben, so wie der Zeitpunkt nach Beginn der 10 min. wurde festgehalten. Außerdem wurden die Wetterkonditionen bei den Sheets mit aufgeschrieben, da diese natürlich einen gewissen Einfluss auf die Sichtungen der Tiere und Tracks haben. Reserve Work beinhaltete, Straßen zu reparieren, die durch unsere Nutzung kaputt gingen, durch Regen abgetragen wurden oder ähnliches. Außerdem Dämme bauen, um den Regen von den Straßen abzuleiten etc. Dazu mussten wir Steine sammeln, Tetris damit spielen, Sand schaufeln und ähnliches. Die Raubtierbewegungen (Predators) und auch die Elefant-, Büffel- und Nashornbewegungen wurden bei jeder einzelnen Fahrt geführt, da damit Forschungsarbeiten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten unterstützt werden. Es gehörte auch in unseren täglichen Aufgabenbereich, das Haus zu putzen. Dafür gab es einen richtigen Haushaltsplan, wann, wer, wie, wo, mit wem, für welchen Bereich zuständig war.

Am Samstag bei unserem letzten Bird Survey Punkt passierte dann das Unglaubliche. Ein Leopard, der vermutlich am Wasserloch etwas trinken wollte, sahen wir schnell wegrennen und hinter einem Busch verstecken. Er sah ganz anders aus als erwartet, viel dunkler... Wir warteten lange, ob wir ihn nochmal richtig zu Gesicht bekommen würden. Aber wenn Leoparden nicht gesehen werden wollen, dann werden sie auch nicht gesehen, selbst wenn man direkt neben ihnen steht und von oben auf sie runter schaut, man sieht sie einfach nicht. Damit hatten wir mehr oder weniger die BIG 5 komplett. Die Elefanten waren unser täglicher Begleiter, den Löwen hatte ich bei der Ankunft gesehen (später erfuhr ich, dass diese gezüchtet waren, aber wir sahen später nochmal Jungtiere (2Jahre) beim Jagen), Büffel hatten wir vom Camp aus den Fluss durchqueren sehen, das Nashorn Malvin (Black Rhino) hatten wir an seinem Lieblingsort beim Fressen angetroffen und dann der kurze Moment, wo wir den Leopard am Wasserloch sahen. Alles in allem sehr beeindruckend!!

Wasserloch an dem immer etwas los war...Malvin

Am Sonntag hatten wir dann unseren freien Tag (ein freier Tag in der Woche) und hatten uns zuvor für den Ausflug zu Jessica the Hippo in Kombination mit dem Cheetah Project entschieden. Nachdem wir ausschlafen konnten, da wir erst um 8 Uhr von Sable Tours abgeholt wurden, fuhren wir zu Jessica (the most famous animal in the world, über das es auch zahlreiche Fernsehsendungen gibt). Jessica ist ein Nilpferd, das von einem Ehepaar aufgezogen wurde, nachdem es als Baby in einer Flut im Fluss angespült wurde. Wir durften es füttern, und beim trinken geben küssen. War nicht so feucht und rau wie erwartet, sondern erstaunlich sanft ;)

Erstmal fütternJessica & I

Danach fuhren wir zum Cheetahencounter, eine Geparden- Aufzuchtstation. Dort gab es aber nicht nur Geparden, sondern generell gefährdete sowie kranke und verletzte Tiere wie z. B. auch Wild Dog's, Rhino's, Luchse, Löwen, Geier, Hornbills, Strauße und Erdmännchen. Dabei erhielten wir viele spannende und interessante Informationen zu den jeweiligen Tieren, als wir in oder bei den jeweiligen Gehegen anhielten.

Cheetah's

Am Montag erhielten wir nach dem Transect Drive unsere Bird Lecture. Es gibt gewisse Sätze, Spitznamen und co, die das Erkennen leichter machen. Ab diesem Zeitpunkt fingen wir vermehrt an, die Vögel an ihren Rufen zu identifizieren und hatten dann auch ein richtiges Bild im Kopf, wie dieser aussah. Das erste Mal Straße reparieren stand am Montagnachmittag an. Es war ziemlich heiß und man sah unterwegs auch nur wenige Tiere. Dienstagvormittag ist immer der Zeitpunkt, wo die Ranger in die Stadt fahren, um die Einkäufe zu erledigen. Heißt, ein freier Vormittag für uns. Ausschlafen hieß dann aber nur noch bis 7Uhr oder so, dann man sich total an den Rhythmus gewöhnt hatte und ich meist automatisch um 5Uhr wach wurde. Nach dem gemeinsamen Großputz (zusätzliche Putzaufgaben einmal wöchentlich) chillten wir einige Stunden am Pool, da das Wetter sehr gut war. Beim Spring Cleaning (Frühjahrsputz) am Mittwoch standen noch ein paar Gartenarbeiten und das Auto waschen an. Natürlich machten wir das mit Musik und guter Laune, sehr gründlich und so, dass wir Spaß dabei hatten. Am Abend fuhren wir dann zum Sunset Drive raus. Als wir aus dem Auto ausstiegen, um den Sonnenuntergang zu genießen, wurde mir das erste Mal bewusst, dass ich in einer Woche in die Heimat fliegen würde und dass ich das nicht konnte. Ich war noch nicht fertig in Afrika. Mit Tränen in den Augen meinte ich nur "Ich sehe mich noch nicht nächste Woche in den Flieger steigen" und die anderen trösteten mich, da ihr Abenteuer ja gerade erst begann...

Stunning viewNaturBeautfulPerfect Moment <3Crew Nr. 1Sunset

Zurück im Camp machte ich mir meine Gedanken, ob es im Rahmen des Möglichen läge, dass ich meine Zeit im Nationalpark noch verlängern könnte. Mein Visum würde am 29.10. enden, weswegen ich trotzdem noch 4 Tage vor den anderen abreisen müsste und natürlich zusätzliche Kosten auf mich zu kämen, für die Verlängerung, Umbuchung der Flüge, Transport zum Flughafen etc. Natürlich überlegte ich lange hin-und her, da schließlich mein neuer Job an der HU schon seit 3 Monaten auf mich wartete und ich nicht wusste, was mir wichtiger war...

Am Donnerstag stand sowohl Reserve Work mit anschließender Track-Lecture an als auch ein Game Count am Nachmittag, der wegen Elefanten, die mehr oder weniger die Straße blockierten, abgebrochen werden musste. Bei der Track-Lecture lernten wir, welche Spuren und Zeichen die Tiere in jeglicher Art und Weise hinterlassen und was man alles daraus lesen kann. Nach Abbruch des Transect Drives fuhren wir zum Loch einer Golden Baboon-Spider, da wir versuchen wollten diese hervorzukitzeln. Dazu nahmen wir ein Strohhalmgras und befeuchteten es an dem einen Ende, woran sich, wenn man Glück hat, die Spinne immer stückchenweise festhält und man sie weiter und weiter aus ihrem Loch hervorlockt. Die anderen berichteten, dass wenn die Spinne festhält, sie eine ganz schöne Kraft hat, mit der sie versucht, den Halm weiter reinzuziehen. An dem Tag fehlte uns jedoch das Glück. Wir bekamen aber 3-4 ziemlich dicke, haarige Beine zu sehen und konnten uns die Größe ungefähr vorstellen (das Foto hab ich von Jannik bekommen, der die Spinne nach meiner Abreise sah). Anna erlaubte sich zwischendurch einen Spaß während wir alle gespannt über dem Loch hockten und erschreckte uns mordsmäßig was die Spinne anging. War aber auch sehr lustig.

Straße reparierenLoch einer Baboon SpiderFoto von einem Freund, der sie am Tag nach meiner Abreise sah

Ich fragte Anna später, ob sie wüsste, wie viele Leute in der nächsten Gruppe wären und ob vielleicht noch etwas frei wäre oder alles ausgebucht sei. Sicher sagen konnte sie es mir nicht und somit verschickte ich zurück im Camp meine erste Anfrage an Praktikawelten, um nachzufragen, ob denn die nächsten zwei Wochen überhaupt noch ein Platz frei wäre. Wenn dort eine Absage gekommen wäre, hätte sich der Rest von selbst erledigt und ich hätte abreisen müssen. Außerdem war dies der letzte Abend von Pauline, da sie am Freitag frühzeitig abreisen würde, da sie leider ab dem ersten Tag in Südafrika nicht glücklich war. Wir verbrachten einen schönen Abend an dem wir grillten und anschließend draußen noch viel quatschten und auch sehr viel lachten.

SonnenuntergangSonnenuntergang

Am nächsten Morgen fuhren wir dann wieder mit Caz raus, die ihre Arbeiten beendet hatte oder zumindest auf einen akzeptablen Stand. Es war zunächst nur eine kurze Fahrt, da wir rechtzeitig zurück sein wollten, um uns zu verabschieden. Anschließend fuhren wir nochmal hinaus. Man musste immer mal wieder anhalten, um umgeknickte Bäume und Sträucher aus dem Weg zu räumen, die Elefanten zuvor blockiert hatten und es kam zu dem speziellen Moment, dass Jannik den Truck fahren durfte. Wir fanden das sehr unterhaltsam.

Zurück im Haus sollte die meist gefürchtete Lecture über Spiders, Snakes & Scorpions anstehen. Es war wirklich eklig und angsteinflößend. Schon bei den Schlangen hatte ich Tränen in den Augen und konnte mich nur mit Mühe und Not zusammenreißen. Als es dann zu den Spinnen ging, war ich echt kurz vorm Ende und überlegte, ob ich fragen sollte, ob ich diesen Teil überspringen dürfte, denn Spinnen jagen mir ohnehin schon eine wahnsinnige Angst ein. Aber ich hielt auch diesen Teil aus, die Tränen und eine verstopfte Nase aber nicht mehr weggehend. Der letzte Abschnitt war über die Skorpione und schlimmer ging es für mich ohnehin nicht mehr. Ich war nicht mehr zu beruhigen auch wenn ich nicht völlig ausgerastet bin. Caz versicherte auch immer wieder, dass bisher noch nie einem der Schützlinge etwas passiert sei, aber ihre ganzen Geschichten und Erfahrungen, die sie mit uns teilte machten mich völlig fertig. Sie und Anna haben zwar beide die nötigen Erste-Hilfe-Kenntnisse und nur beim Biss einer Black Mamba, würde alles nichts bringen, da man tot wäre, bevor der Helikopter gelandet wäre, aber für alles andere wäre wohl eine Rettung möglich und sie würden schon wissen, wie man die Personen im Notfall beruhigt. Ich meinte nur zu ihr, dass ich im Ernstfall natürlich nichts dummes anstellen würde, aber ich könnte einfach nicht ruhig bleiben und würde wahrscheinlich durch meine Panik alles falsch machen. Aber Caz versicherte mir, dass sie und die anderen sich schon darum kümmern würden mich im Zaum zu halten. Danach war ich wirklich durch, am Ende mit den Nerven und dachte nur "Ich will hier doch nicht länger bleiben". 
Am Nachmittag gab es wieder einen Elefanten, der uns jagen wollte und nur durch viel Geschick und Kenntnissen von Caz, kamen wir unbeschadet davon (Elefanten sind nicht zu unterschätzen. Es gab schon sehr viele Unfälle mit ihnen, sodass man bei ihnen sehr aufpassen muss und bei dieser Verfolgung und so wie der Elefant mit uns gespielt hatte, schlugen unsere Herzen sehr schnell, weil wir nicht wussten, was passieren würde). Am frühen Nachmittag erhielt ich dann die Rückmeldung, dass es von der Verfügbarkeit für mich möglich sei und schickte damit meine nächste Anfrage raus, ob eine Umbuchung meiner Flüge möglich wäre. Der ganze Prozess dauerte Tage, da ich und auch meine fleißigen Helfer in Deutschland am Wochenende nichts erreichen konnten. Am Abend schauten wir einen Film auf dem PC und lernten unseren weiteren Mitbewohner, die Ratte, persönlich kennen (Nach der Lecture störte mich die Ratte insofern, dass durch die Ratten auch die Schlangen kommen und dieser Gedanke machte mich wahnsinnig.).

Am nächsten Tag hatten wir wieder unseren freien Tag. Da die anderen zum Blyde River Canyon fahren wollten und ich den schon kannte, sparte ich mir das Geld und genoss die Zeit für mich. Ich fing an meine Bilder auszusortieren, wusch meine Wäsche, machte Pancakes, las, schlief und war weiterhin mit meiner Verlängerung beschäftigt. Leider hatten die anderen totales Pech, da es beim Canyon so nebelig war, dass man keine 5m weit sehen konnte. In der Nacht gewitterte und regnete es, weswegen die Tiere seit ein paar Tagen auch nicht draußen waren. Für uns hieß das am Morgen, dass sie nun rauskommen müssten, um zu jagen und zu fressen. Die Wolken verzogen sich etwas und in der Morgensonne passierte es dann. Wir sahen Löwen, überall verteilt um uns herum, insgesamt sechs Stück, Jungtiere um die zwei Jahre alt und ihre Formation teilte uns mit, dass sie auf der Jagd waren. 

Löwen In Morgensonne getaucht... Überall um uns herum Junges Männchen

Damit schafften wir zwar nicht die ursprünglich geplante Bird Survey, aber diese könnte auch an einem anderen Tag nachgeholt werden. Zurück im Camp gab es die letzte Lecture über Trees für uns, womit unser Bushcrafttraining beendet wurde. Danach legten wir uns wieder hinaus an den Pool und waren gerade bei unserem Mittagssnack, als Anna in die Küche gerannt kam und meinte, dass wir alles stehen und liegen lassen sollten, ein Shirt über unseren Bikini ziehen sollten und Kamera, Predator Sheet, Kompass und GPS mitnehmen sollten. Sophie ließ es sich nicht nehmen ihr Rührei-Toast mitzunehmen, manche hatten noch ein paar Apfelstücken in der Hand und so saßen wir mit all dem und Flip-Flops an (also alles was nicht erlaubt war) hinten im Truck und rasten aus dem Hintertor aus dem Camp heraus, da Wild Dog's an der Wasserstelle auf der anderen Seite unseres Camps waren. Anna erklärte uns, was für eine Rarität die Wildhunde sind, dass es davon vielleicht noch 200 Stück im Krüger Park gibt (im Vergleich dazu: Leoparden 2000-3000, Elefanten ca. 16000 etc.). Nach einer halben Stunde (in der knallen Mittagssonne) fuhren wir zurück und Anna klärte mit Caz ab, dass wir später rausfahren würden und nicht zu lange machten, damit wir am Abend wenn sich voraussichtlich die Wildhunde wieder auf den Weg machen würden, ihnen folgen könnten. Wir schaufelten das erste Mal Sand, welcher zuvor erst mal aus der Erde gelockert werden musste, auf den Truck geschippt wurde und dann zur reparierten Straße gebracht wurde, wo wir alles wieder entluden und auf die Steine schaufelten. Es war anstrengend, dreckig, staubig, der Schweiß floss und ich zog mir Blasen an den Händen zu. Perfekt getimt warteten wir 5min. bis sich die Wildhunde aus ihrem Schattenplatz erhoben und sich auf den Weg machten. Leider folgten sie nicht dem Straßenverlauf, weswegen wir sie recht schnell verloren.

Wild Dog's

Am Montagmorgen war wieder ein Bird Counting angesetzt. Als Caz nach Tracks schaute bei unserer Dawn Patrol, fuhr sie mit einem Mal in einen Arschlochbusch (sehr viele Dornen) und sind voll zurückgeprallt. Ein lustiger Start und wir merkten, dass Caz "cats on her mind" hatte. Nachdem wir so viel Glück hatten, beschlossen wir jedes Mal bevor wir rausfuhren, welches besondere Tier wir bei der Fahrt (gerne) sehen würden. Da uns eigentlich nur noch Hyänen fehlten, war das unser Ziel am Morgen. Auf einmal meinte ich zu Caz, dass ich glaube einen Leopard gesehen zu haben. Ich war mir nicht sicher, da es wieder so schnell ging, aber Jannik hatte auch noch sein Hinterteil erspäht. Als wir beschrieben, wo es war, stieg Caz aus und suchte alles Mögliche ab und versuchte auch mit dem Auto ein bisschen ins Gestrüpp zu fahren, aber mehr als die Stelle, wo der Leopard gelegen hatte (plattgelegenes Gras, was sich langsam wieder aufstellte) sahen wir leider nicht. Den Rufen der Vögel zu folge, wussten wir, in welche Richtung sich der Leopard auf den Weg gemacht hatte und fuhren im Affenzahn auf die andere Seite, um ihn dort abzufangen. Leider waren auch da, die Vögel unser einziger Anhaltspunkt. Wir sind gerade am Wenden, als auf einmal direkt vor unserer Nase im Abstand von 5m zwei junge Hyänen stehen. Sie sind gar nicht so hässlich, wie man sie sich vielleicht vorstellt. Auch sie waren sehr aufmerksam, weswegen die Anwesenheit des Leopards in der Nähe weiterhin vermutet wurde. Wir folgten ihnen eine halbe Stunde- Stunde, dann bekam Caz einen Anruf, dass Löwenspuren am Seitentor unseres Camps entdeckt wurden und fuhren dahin, um eventuell nochmal die Fährte von den Löwen vom Vortag aufzunehmen.

Spotted Hyaena Hyäne

Zurück im Camp war ich damit beschäftigt alle paar Minuten meine Emails zu checken, da ich endlich endgültig entscheiden musste, ob ich abreise oder bleibe. Alle warteten auf meine Ansage. Die HU hatte mir glücklicherweise die Bestätigung geschickt, dass wenn ich den Arbeitsvertrag ausdrucke, unterschreibe, einscanne und zurückschicke, ich die verpassten Stunden, wenn ich zurück bin nacharbeiten müsste, aber zumindest den Job behalten würde. Da Caz meinte, das wäre kein Problem, wartete ich nur noch ungeduldig auf die Auskünfte des Reisebüros/ der Fluggesellschaft. Mittags verbrachten wir unsere Zeit am und im Pool und schliefen später im Schatten alle ein (obwohl das offiziell nicht erlaubt war, da ja jederzeit wilde Tiere um uns herum waren). 14Uhr fuhren wir wieder raus, aber in der Hitze sahen wir absolut nichts. Daher fuhren wir sehr früh wieder zurück ins Camp mit dem Plan abends noch einmal hinauszufahren (später erfuhren wir, dass es um die 44°C waren). Da Praktikawelten wegen des Transfers Stress machte, rief ich aus dem Busch in Berlin an und fragte, ob es Neuigkeiten gibt. Mir wurde berichtet, dass es bisher keine Rückmeldung der Fluggesellschaft gab, aber der nette Herr aus dem Reisebüro gleich nochmal da anrufen würde. Während ich wartete, sah ich auf einmal 20 Elefanten zwischen dem Camp und dem Fluss, die von Minute zu Minute mehr wurden. Im Endeffekt waren es um die 60 Elefanten, die auf dem Ufer grasten und sich zwischendurch im Wasser abkühlten. Plötzlich rannten alle ins Wasser und hetzten auf der anderen Seite heraus. Ein großer Elefant hat sogar ein Babyelefanten um getrampelt, geschnauft und getrötet und wild mit dem Rüssel umher gefegt. Es stellte sich heraus, dass dort zwei Bullen kämpften.

Elefantenansammlung Abkühlung im Wasser

In der Zeit erhielt ich meine Zusage per Mail, hüpfte, lachte und war einfach glücklich. Die anderen freuten sich auch total für mich mit. Es war einfach ein schönes Gefühl, die Zeit dort in der friedvollen Natur mit dem Wissen etwas Gutes zu tun noch länger genießen zu dürfen <3

Als wir abends wieder rausfuhren, zogen Wolken auf, es wurde sehr windig und sah stark nach Regen aus. Wir sahen nur ein paar wenige Impalas und einen Elefanten. Es wurde schnell dunkel und wir sahen bald Blitze am Himmel. Caz erzählte uns, dass Hagel vorhergesagt war. Wir fegten schnell das Auto aus, da es am nächsten Morgen für den Einkauf bereit sein musste und ließen die Kisten vorsichtshalber im Haus stehen, falls in der Nacht, der mehr als späte und dringend notwendige Regen kommen sollte.

Ich war schon sehr früh wach und setzte mich schließlich leise hinaus, um ein wenig zu lesen und keinen zu wecken. Wieder nutzte ich die Zeit zum Waschen und neben dem Hausputz mussten wir auch für das Buschcamp zusammenpacken. Die restliche Zeit genossen wir die Sonne und die letzten gemeinsamen Stunden. Leider wurde der Pool inzwischen eingezäunt, damit Kinder nicht einfach reinfallen würden, was den tollen Ausblick zerstörte. Als der frische Einkauf da war, stürzten wir uns wie wild auf das frische Obst und Gemüse und gingen anschließend auf unseren letzten gemeinsamen Game Drive. Leider sahen wir nur einen Elefant und eine Giraffe. Da wir Caz und Anna zu einem Abschiedsbraii eingeladen hatten, waren wir den ganzen Abend mit Vorbereitungen beschäftigt, die auch ein wenig mit Nervosität verbunden waren, da schließlich alles perfekt sein sollte ;) Dabei entstanden aber auch sehr lustige Fotos in der Küche, da wir uns mit Musik motivierten und wir auf lauter verrückte Schnapsideen kamen... 

Abschiedsessen

Mein absolutes Lieblingsfoto... pünktlich um 7Uhr war alles fertig und wir tischten das Essen auf. Sehr lekker! Beim Essen erzählten die beiden gaaaaanz viele Geschichten, wo sie angefangen haben zu arbeiten, wie ihre Zukunftspläne aussehen, wie schlecht die Politik und die ganze Bürokratie sei uswusf. Es war wahnsinnig spannend und interessant und lustig. Diese beiden Frauen kann man einfach nur bewundern. Sie haben ein unglaubliches Wissen über die Vorgänge in der Natur mit all ihren Bewohnern, eine unglaubliche Menschenkenntnis und Lebenserfahrungen, die einfach nur Staunen und Respekt hervorrufen sowie Tränen vor Lachen aber auch Traurigkeit und Ungläubigkeit... Zwischenzeitig kamen wir auch darauf, warum die Menschen in dieses Gebiet kommen. Laut Caz kommen die Leute wegen dem Thrill den gefährlichen Tieren gegenüber zu treten. Ich meinte dazu aber, dass die Menschen wissen, dass die gefährlichen Tiere um einen herum sind, aber dass es andere Gründe gibt, warum man kommt und man es in Kauf nimmt, um etwas größeres damit zu erreichen... Zum Nachtisch servierten wir Pancakes mit Zucker, Zimt, Sirup und ein paar Birnenstücken. Sie waren total überrascht und lobten mich dafür, dass sie wirklich gut seien und verzauberten sie damit endgültig ;)  Ein perfekter Abend!! Zum Abschied hatten wir noch ein paar Pralinen besorgt, um ihnen für diese unglaubliche Zeit zu danken. Auch darüber freuten sie sich sehr und nachdem sie alle umarmt hatten, beendeten wir den Abend und gingen schlafen. Ich war so froh und dankbar, dass ich noch bleiben konnte...

Abschiedsfoto

Am Mittwoch stand also die Abreise der anderen an. Jannik, der als Einziger das Programm für 4 Wochen gebucht hatte, bevor es für ihn nach Kapstadt und später weiter zum Tauchprojekt gehen würde, und ich sowie Caz und Anna verabschiedeten die anderen und baten den Fahrer noch schnell ein Gruppenfoto zu machen. Das Lächeln wich nicht mehr von meinem Gesicht, da ich realisierte, dass ich wirklich blieb. Anschließend bereiteten Jannik und ich, die ab da an SIC's (second in command) waren, alles vor, um den Umzug ins Buschcamp zu organisieren.

08November
2014

Abschied aus Kapstadt

Wie am Ende des letzten Blogs schon erwähnt graute es mir vor dem Abschied aus Kapstadt. Es war nicht so, dass ich mich nicht auf den Krüger Nationalpark freute, sondern viel mehr, dass meine Heimreise damit auch in zwei Wochen anstand, womit meine Freude arg getrübt wurde.

Montag war mein vorletzter Arbeitstag und ich bereitete alles für den großen Abschied vor. Wir bastelten Hello Kitty-, Affen-, Bären und co. -Masken mit den Kindern. Nach dem Feierabend ging es in die Shopping Mall, um die letzten Einkäufe und Besorgungen von den Spendengeldern zu machen, unter anderem war z.B. speziell rote Farbe gwünscht, da sie ein kleines Programm einstudierten, wofür sie Flaggen bastelten etc. Ein kleiner Pool, Kleber, Scheren, Radiergummi und weitere Kleinigkeiten wurden gekauft. Das restliche Geld habe ich bei meiner Koordinatorin hinterlassen. Inzwischen wurde mir berichtet, dass der Kindergarten kein Geld mehr für das Essen hatte, sodass von dem Spendengeld einmal Porridge gekauft wurde. Außerdem habe ich den Wunsch geäußert ein Regal davon zu kaufen, da ein bisschen Ordnung helfen könnte und die Spendenpakete, die von meinem Papa und co. organisiert wurden, dort ganz gut einsortiert werden könnten. An dieser Stelle von meiner Seite aus und garantiert auch von Seiten der Kinder, Betreuer und co. ein RIESENGROßES DANKESCHÖN an all die Spender (Fotos folgen, sobald ich sie von meiner Koordinatorin bekomme)!!!!!!

Tarren und Anika StretchenGonteseJanelle, mein Baby

Am Abend ging ich mit den anderen aus dem Haus zum Zumbakurs in Strand. Ich hatte meine Zweifel, aber es war super! Es war anstrengend, tänzerisch, aber auch Muskelaufbauend. Nach dem Schlafen stand nun also mein letzter Arbeitstag mit den Kindern an. Schon als wir von Monty abgeholt wurden fingen meine Tränen an zu laufen, da er meinte, wenn er sowas sieht (Muffins, Kekse und co. sowie Abschiedsgeschenke), weiß er immer das es nichts Gutes zu bedeuten hätte, da einer seiner Angels abreisen wird. Ich überreichte ihm als kleines Dankeschön für's hin-und-herfahren eine Schokoladentafel, die Lieblingswährung der Fahrer.

Mein südafrikanischer Papa, Monty

Im Kindergarten ankommend waren meine Tränen nicht mehr zu stoppen, die Kinder zu verabschieden mit dem Wissen, dass ich sie nicht mehr sehen werden würde, nicht mehr mit ihnen arbeiten würde, ihre Entwicklung nicht weiter mitverfolgen können würde, dass ich sie nicht mehr zum Lächeln bringen können würde, all das und noch mehr machten und machen mich noch immer sehr traurig. Es war nicht immer leicht mit ihnen, es war anstrengend, diese kleinen Racker zu bändigen und sie zu beschäftigen, aber es war ein einmaliges Erlebnis, was ich niemals missen möchte. Ich habe die Kinder in den 9 Wochen alle in mein Herz geschlossen, jedes einzelne von ihnen und ich werde sie immer in Erinnerung behalten. Candice hat ihnen erklärt, warum ich denn weinte, erklärte, dass ich wieder zurück in meine Heimat gehen würde usw. die Kinder schauten mich traurig an und umarmten mich alle nacheinander. Als ich mit den kleinen Kindern draußen war, bereitete meine Vorschulklasse eine total süße Überraschung vor: zum einen bekamen wir unser T-Shirt mit den Handabdrücken der jeweiligen Gruppe darauf, ich bekam eine Dankeskarte, desweiteren hatte jedes Kind ein Wort auf die Stirn geschrieben bekommen, sodass auf englisch und afrikaans die Worte "Wir lieben dich und wir werden dich vermissen" zusammen kamen. Der Tag verging wie im Flug und zum Abschied bekam ich noch einen kleinen Blumenstrauß aus dem Vorgarten. Ich war total fertig mit den Nerven, als ich wegfuhr und alle Kinder und Betreuer mir hinterher winkten.

Meine Kinder Steffi, Candice, Jolene, die Kinder und ichAbschied

Nachdem ich auch Vince mit einer Schokoladentafel verbaschiedet hatte, ging es ans letzte bisschen Packen. Alex und Steffi lenkten mich im Zimmer mit sehr lustigen Gesprächen ab, als Pia auf einmal mit einen Topf voller selbstgebackener Muffins zum Abschied ankam. Natürlich der nächste Grund meine Tränen laufen zu lassen. Dann stand auch schon der Abschiedsabend mit dem Haus und ein paar Freunden aus Strand an, so voll habe ich die Küche und so aufgedonnert habe ich uns uns alle in der Zeit nie gesehen ;) Ich hatte einen Tisch bei Henri's reserviert, was bei 20 Leuten viel mehr eine lange Tafel wurde und anschließend waren Tische in der Star Bar für den Karaokeabend reserviert, welche der Manager, Oliver, auch ein bisschen für den Anlass schmücken wollte. Das Henri's war für afrikanische Verhältnisse ganz schön schick, doch die Preise waren immer noch akzeptabel, der Wein lecker und die Stimmung super. Auf dem Weg zur Star Bar fingen wir dann schon an zu singen und in einer Gruppe von immerhin noch 15 Leuten, war es also auch um 21Uhr absolut kein Problem im Dunklen draußen unterwegs zu sein. In der Star Bar war dann die ganze Bar mit den Schildern ausgehangen und die Tische waren mit Blumen geschmückt, was eigentlich gar nicht zum Stil und Ambiente der Bar passte, da es irgendwie mehr ein "Rocker-Pub" war. 

Henri's Die Karaoke Bar war damit über und über geschmückt

Leider haben sie anscheinend nicht verstanden, dass ich gerade für zwei Monate in Kapstadt war und es "für immer" verlassen würde. Sie dachten, ich gehe nur für ein Jahr ins Ausland... Naja, zu meiner Schande wurde ich 5min. nach Ankunft vom DJ auf die Bühne gerufen. Zum Einen um mich und die anderen zu begrüßen, als auch mich zu verabschieden und mich einmal DJane sein zu lassen. Danach musste erstmal dringend ein Drink her. Wir stimmten die Karaokerunde mit Angels von Robbie Williams ein, ein Klassiker. Übrigens gab's für jedes gesunge Lied einen Shot auf's Haus, sehr nett ;) Auch wenn nach und nach ein paar von uns nach Hause gingen (schließlich mussten sie um 7uhr abholbereit für Arbeit sein) blieb eine sehr lustige Runde mit mir bis 3Uhr da, sangen, tanzten, feierten und verbrachten einfach einen schönen letzten Abend zusammen. Dafür vielen lieben Dank! Es war mir eine große Freude euch alle kennengelernt zu haben und ich wünsche euch auf euren unterschiedlichen Wegen, jedem Einzelnen, alles Gute für die Zukunft! Ich hoffe, den einen oder anderen mal wieder zu sehen :) <3

Um 4Uhr stand mein Airport-Shuttle abholbereit da. Nachdem ich die anderen alle schon verbaschiedet hatte war es nun an der Zeit Pia und Steffi ein letztes Mal in den Arm zu nehmen, die es sich nicht nehmen ließen mich zum Auto zu bringen und mich an den Fahrer zu übergeben. Wieder winkte ich aus dem Auto zum Abschied, doch schnell waren die beiden hinter dem Gate nicht mehr zu sehen. Doch in meinem Herzen würden sie einen Platz behalten, wie auch die anderen wundervollen Menschen, die ich in der Zeit kennenlernen durfte. Es war mir ein Fest und diese Zeit werde ich niemals vergessen!!!

Am Flughafen ließ ich meine Abschiedsgefühle sacken und machte mich mental auf das nächste und abschließende große Abenteuer im Krüger Park bereit...

07November
2014

Ausflug nach Namibia

Am Dienstag stand mit den Kindern der langgeplante Ausflug zum Strand an. Leider wurde das Wetter nicht so gut wie angesagt, aber die Kinder waren voller Vorfreude und deswegen kamen Monty und Gary wie verabredet zum Projekt, um all die kleinen Badenixen abzuholen. Ich glaube, das schönste dabei war, wie mir Anika im Auto auf dem Weg immer wieder gedankt hat. Auch wenn sie in der Nähe wohnen, so scheinen sie nicht dort hinzukommen, sodass es etwas ganz besonderes für sie war. Das machte mich glücklich. Das Strahlen dieser Kinderaugen zu sehen, die Freude als sie trotz der recht frischen Temperaturen ins Wasser rannten und sich an den kleinen Wellen erfreuten. Außerdem hatte ich von den ersten Spenden ein paar Hula-Hoop-Reifen geholt, Seifenblasen und co., um die Kinder zu bespaßen, die sich auch darüber sehr freuten. Da angrenzend ein Schwimmbad war, organisierte June kurzerhand einen Umzug vom Strand ins Schwimmbad, was zumindest von der Umgebungstemperatur deutlich wärmer und vor allem windstill war, aber das Wasser war dennoch erfrischend. Die Kinder hatten ihren Spaß und selbst zwei der Betreuer landeten in voller Bekleidung im Pool.

Anika Joshua und Chreslin AnikaStrandSchwimmbad

Dienstag nach dem Projekt ging's dann das Auto abholen, da nach vielen Hin-und-her schließlich doch der Namibiatrip klappen sollte. Steffi und ich holten (zur Überraschung) problemlos den Bus ab, das einzige was uns kurzzeitig schockte war, dass es ein Automatikwagen war. Noch schnell die Wasserkanister eingekauft, nach Hause Sachen gepackt, Meeting mit Hayley und dann ging's früher als gedacht los. Zu fünft holten wir Jana und Steffi noch aus Strand ab, um dann zu siebent den langgeplanten und doch komplizierten Weg nach Sossusvlei anzutreten.

Autofahrt

Wir hatten für den Tag das Erreichen der Grenze als Ziel gesetzt und damit lagen gute 8h Fahrt vor uns. Hinzu kam, dass in Südafrika zu dem Zeitpunkt sehr viele Baustellen auf den Straßen waren und es keine Umfahrungsmöglichkeiten gab, sodass die Fahrt ein langes Vergnügen wurde. Irgendwann nachts kamen wir dann an der Grenze an und nun galt es den Campingplatz zu finden. Unser Navi half uns nicht weiter und laut meinem Handynavi sollten wir über die Grenze fahren, was aber nicht stimmen konnte, da es noch auf südafrikanischen Boden sein sollte... Nach vielen Anläufen und Umkehrungen fuhren wir weiter ins nirgendwo über eine wahnsinnig schlechte "Straße". Irgendwann gab es eine Ausschilderung und schließlich landeteten wir auf dem richtigen Campingplatz. Zunächst begrüßte uns ein riesen Hund, sodass keiner das Auto verlassen wollte. Alex lenkte den Hund ab und ich ging rein, um uns an der Rezeption anzumelden. Lasst euch sagen, dass der Mann dort aussah wie aus einem schlechten Horrorfilm. Dennoch begannen wir im Stockdunkeln unser 6-Mann-Zelt aufzubauen, nur im Licht der Taschenlampen und von Mücken geplagt. Nach zahlreichen Versuchen brachten wir das Zelt einigermaßen zum Stehen und machten uns schnell Bettfertig.

Am nächsten morgen ging es früh weiter und wir bewunderten erstmal die Umgebung, in der wir eigentlich geschlafen haben. In Sonnenschein getaucht sah das alles gar nicht so schlecht aus. Nach dem morgendlichen Freiluftbad ging's über die Grenze, zunächst Ausreise aus Südafrika und 100m weiter dann, Einreise in Namibia. Nach dem üblichen Papierkram fuhren wir zu unserem ersten Stopp  Ai-Ais, wo es heiße Quellen gab und dann weiter zum Fish-River-Canyon, dem zweitgrößten Canyon der Welt. Obwohl es bei dem Canyon auch zahlreiche Aktivitäten geben sollte, beließen wir es bei vielen, vielen Fotos.

Welcome in NamibiaFish River Canyon

Die Fahrt durch die schöne Landschaft wurde nur durch meine seit tagenanhaltenden Magenkrämpfe gestört, die soweit gingen, dass mich die anderen zu einem namibischen Arzt bringen wollten. Daher fuhren wir am selben Tag noch nach Lüderitz, in der Hoffnung dort auf die notwenidgen Einrichtungen zu treffen. Als wir bei der Unterkunft ankamen, hatten wir Glück, dass das Chalet für die Nacht noch frei war, sodass wir immerhin ein Dach über'm Kopf hatten und ein Bett zum darin schlafen.

Am nächsten Morgen standen wir ebenfalls wieder früh auf, da wir die Geisterstädte nahe Lüderitz anschauen wollten und diese nur sehr eingeschränkte, kurze Öffnungszeiten hatten. Während in Johannesburg damals der Goldrausch war, gab es den Diamantenrausch in Lüderitz und Umgebung. Völlig verlassen sind die einst populären Orte wieder verfallen und nur noch Museen erinnern an die erfolgreichen Zeiten von früher.

Geisterstadt Häuschen Tut Tuuuut

Danch machten wir uns auf die weite Reise nach Sossusvlei, der welthöchsten Düne. Unterwegs stoppten wir ein paar mal, um ein paar schöne Fotos zu machen und um zu tanken etc. Außerdem fuhren wir zu einem Castle irgendwo auf halber Strecke und fanden auch mitten im Nichts einen kleinen Ort, der genau eine asphaltierte Straße besaß und ein Stückchen des Garten Edens, so traumhaft grün etc. war es dort. Dort wurde uns auch ein Weg zur Düne beschrieben, der durch ein paar Nationalparks führe und wo wir ein paar Tiere etc. sehen würden...

Wüste Irgendwo im Nirgendwo Girls <3

Immer mal wieder kam also ein Gate, welches wir aufmachen und nach dem durchfahren wieder schließen mussten. Giraffen oder Löwen sahen wir zwar nicht, wie ausgeschildert, aber dennoch eine lohnenswerte Fahrt. Wir sahen einen schönen Sonnenuntergang, eine schmale Mondsichel am sternenklaren Himmel und Wüstenfüchse, Springboks und ein paar andere Antilopen.

SunsetDusk

Irgendwann ca. 50km vor unserem Zielort hielt Alex im Dunkeln an, um die Reifen zu prüfen, da ihm das Auto zu sehr schlingerte... Joa, da fing dann das Abenteuer so richtig an. Zuerst dachten wir, Alex verarscht uns nur, dann stieg ich ebenfalls aus und sah das beide unsere Hinterreifen mehr als platt waren, der eine wies sogar schon Risse auf. Laut Navi lag eine Lodge 5km hinter uns, also versuchten wir umzudrehen, aber nach wenigen Metern ergab auch das keinen Sinn mehr, da wir rutschten was das Zeug hielt, weil wir nur noch auf der Felge fuhren und so hielten wir links am Straßenrand an. Schnell war klar, dass Alex und ich mit Taschenlampe und co. bebackt zu Füß gehen würden, während die anderen Mädels im Auto bleiben würden und Lichter etc. anmachen würden, falls zufällig ein Auto vorbeikommen sollte. Alex und ich liefen und joggten also los und 15-20min. später sahen wir ein Auto, dem wir Lichtsignale gaben. Glücklicherweise kamen sie nachsehen und wir erklärten den beiden Männern was passiert war. Wir wollten erst zu den Mädels fahren, ein paar Sachen holen und dann zur Lodge fahren, um zu telefonieren und co., da wir ja in der Wüste Namibias absolut kein Empfang hatten. Wir stiegen also ins Auto ein, da die beiden Männer aber so tuschelten, stiegen wir verunsichert wieder aus. Sie versicherten uns wiederum, dass alles in Ordnung sei und wir wieder einsteigen sollten. Gesagt, getan. Jedoch entfernten sie sich wieder 2m vom Auto weg und tuschelten wieder. Das war uns ganz schön suspekt, sodass wir ausstiegen und nachfragten, was denn das Problem sei. Sie erklärten uns, dass der eine Mitarbeiter der Lodge nicht im Dienst wäre und deswegen auch nicht auf einmal in dem Auto der Lodge erscheinen könnte. Naja im Endeffekt sind sie dann eingestiegen, wir haben die Mädels abgeholt und sind in Richtung Lodge gefahren. Da kam uns ein anderes Fahrzeug der Lodge entgegen, wir hielten an und die Staffmitglieder unterhielten sich wieder. Auf einmal sprang der Mann, der nicht im Dienst war, aus dem Auto und nach vorne in den Fahrersitz und wollte einfach mit uns losfahren. Wir schrien alle auf und meinten Stop etc.. Er fragte, was denn das Problem sei, wir bräuchten Hilfe und er wisse nicht, warum er nicht mit uns zurück zur Lodge fahren könne... Um es kurz zu fassen, stellte sich heraus, dass er getrunken hatte etc. und er deswegen so natürlich nicht unter die Nase des Managements treten sollte. In der Lodge angekommen wurden die beiden Manager angerufen und hinbestellt und alle waren total hilfsbereit. Wir überlegten hin-und her, wie es jetzt weitergehen solle. Ich telefonierte mit Avis, Clive (unserem Notfallmann aus Kapstadt) etc., doch in der Nacht konnte bei Avis nichts erreicht werden. In der Lodge war alles absolut ausgebucht und auch alle Unterkünfte und Campingplätze in der Nähe waren restlos voll oder wegen der späten Stunde schon geschlossen. Dazu ist zu sagen, dass dies eine Luxuslodge war, wo eine Nacht zwischen 650-3000€ pro Person kostet. Jedenfalls telefonierte die ein Managerin 3h lang für uns herum, während Alex und ich nochmal zum Auto gefahren wurden, wo uns schon Angestellte erwarteten, um nach einem Ersatzreifen zu schauen. Das der eine zerfetzte Reifen nicht zu reparieren war, war klar, jedoch nahmen wir den weniger demolierten Reifen mit, um zu schauen, ob man den zumindest für eine kurze Strecke noch benutzen könnte. Leider ergab sich, dass auch der Reifen unbrauchbar war. Also fuhren wir zurück und schauten, was die Mädels bis dahin erreicht hatten. Leider nichts, außer dass sie nach oben umgezogen sind, wo wir die Gäste nicht stören würden. Ich wieder mit dem Management hin-und her duskustiert, was möglich wäre. Recht schnell stand fest, dass wir unser Zelt neben dem Auto aufstellen müssten, da nichts anderes möglich war und wir genau 20m hinter der Grenze liegen geblieben sind, womit es auch mehr oder weniger erlaubt war, dort zu campen. Für das Auto gab es zwei Alternativen: 1. Reifen über Avis kommen lassen und deren An-und Abreise aus eigener Tasche bezahlen und einen halben Tag lang warten oder 2. das Angebot von der Lodge annehmen mit denen auf gut Glück zur nächsten Tankstelle zu fahren in der Hoffnung, dass sie zwei passende Reifen da haben, das Geld für die Fahrt an die Lodge aus eigener Tasche bezahlen, aber das Geld für die Reifen wieder zu bekommen. Nach wirklich vielem hin-und her und erst für's eine und dann für's andere entscheiden, verblieben wir so, dass sie am morgen bei uns vorbeikommen würden und wir die Tankstelle versuchen würden und wenn nicht Avis kommen lassen würden. Wir wurden zurück gebracht, schlugen das Zelt auf Steinen und Gräsern auf, zogen die kaputten Reifen wieder rauf, damit wir das Auto  wieder beladen konnten und gingen schlafen.

Der schlimmere Reifen

Am nächsten morgen erwachten wir auch ohne Wecker recht früh, da es durch die aufgehende Sonne sehr schnell hell wurde, die Nacht recht kalt (auch wenn es in Namibia immer 30°C und mehr waren, so war auch nie auch nur eine einzige Wolke zu sehen, weswegen die Nächte sehr kühl wurden) und der Boden mit großen Steinen in Rippen, Seiten und Armen etc. mehr als unbequem war.

Besucher am Morgen Übernachtung im Nirgendwo

Wir warteten und warteten, dass jemand aus de Lodge kommt, da wir selber absolut nichts ausrichten konnten. Schließlich kamen nach und nach ein paar Angestellte und Alex und ich sammelten das Geld für die Reifen ein und fuhren voller Hoffnung los. Um es kurz zu machen, sie hatten 4 von den Reifen unseres Modells und der Preis war günstiger als erwartet. Wir ließen die Reifen aufziehen und fuhren, das Glück noch nicht ganz fassend zurück zum Auto und den anderen, die ihre Zeit mit Karten spielen verbracht haben. Während die Männer das Auto startklar machten, bauten wir Mädels das Zelt ab. Das Management kam noch einmal vorbei und wir dankten ihnen von ganzn Herzen für all ihre Hilfe, die uns im Endeffekt nur die Fahrt zur Tankstelle und zurück berechnet haben, keinen Cent mehr, weder die für die Getränke am Vorabend, noch die Telefon-, Personal- und Co- Kosten. Frohen Mutes ließen wir ab da an jeder Tankstelle, die wir passierten unseren Reifendruck testen (obwohl wir das zuvor auch in Lüderitz getan hatten, aber die Hitze, die Straßen etc... passiert ist passiert) und kamen auf dem Campingplatz in Sossusvlei an. Nachdem wir uns unseren Platz zum Schlafen angeschaut haben, fuhren wir zum Serism Canyon und anschließend zur Elim-Düne.

Serism Canyon Namibia CrewAuf dem Weg zur DüneElim DüneSüdafrika in Namibia

Nachdem wir immer und immer weiter nach oben gelaufen sind, weil wir immer wieder dachten "das ist jetzt aber der höchste Punkt" hielten wir irgendwann an und sammelten uns an der selben Stelle, da jeder seinen eigenen Weg gegangen ist. Nach ein paar Fotos marschierten bzw. rutschten wir nach unten, wo wir erstmal Berge an Sand aus unseren Schuhen schütteten. Anschließend fuhren zur Düne, unserem Endziel dieses Ausfluges. Als wir da waren, waren wir alle zu k.o., um dort hinaufzulaufen (einige von uns hatten nach der vorherigen Düne entschieden, die hohe Düne nur von unten anzugucken), dennoch nutzen wir unsere Zeit, um zur besonderen Freude von Alex wieder ein paar Fotos zu machen. Einzel-, Zweier- und Gruppenfotos auf dem Auto vor der Düne waren gewünscht.

Steffi und ich Einzel Ziel erreicht

Nach einiger Zeit fuhren wir zurück, um unser Zelt aufzubauen, völlig optimistisch, da es die Nacht davor im Dunkeln, im Nirgendwo so gut geklappt hatte. Aber Pustekuchen. Schon als wir ankamen, geschah das nächste Missgeschick, wir blieben im Sand auf dem Campingplatz stecken. Es war hell, es kamen sofort hilfsbereite Afrikaner an und mit einem Seil, einem anderen Auto und ein bisschen schaufeln, dauerte es keine 30min. bis wir wieder raus waren... Aber wir hatten damit mehr als genug Katastrophen hinter uns.

Unser armes Autochen

Wir fingen an das Zelt aufzubauen, aber es war so wahnsinnig windig, dass egal wie wir das Auto stellten um Windschutz zu bekommen, kläglich scheiterten. Völlig fertig mit den Nerven, da uns die Afrikaner mitleidig anguckten und wieder ihre Hilfe anboten, war es einfach sinnlos. Neuer Plan: im Auto schlafen. Da man zu siebent aber auf keinen Fall ansatzweise darin schlafen konnte, erklärten sich Alex und ich, später auch noch Helena dazu bereit, im Zelt, welches wir nur auf den Boden gelegt haben, zu schlafen. Abenteuerlich wie eh und je, der Trip nach Namibia. Wir leuchteten uns unseren Weg zum "Restaurant", wo es genau vier Gerichte zur Auswahl gab, aber immerhin etwas warmes, anständiges zu essen. Wohlbemerkt das erste Essen für mich seit 3 Tagen, da ich einfach nichts vertragen habe. Es wurde noch zu einem sehr unterhaltsamen Abend, da der Kellner immer Späße machte und wollte das wir singen und tanzen. Ich kann nicht mehr sagen als: der Bratmaxe-Song, die Ketchup-Flaaaaash, und Paula, the most population cow xD Erschöpft gingen wir schlafen, denn am nächsten morgen galt es 4.30Uhr aufzustehen, um den Sonnenaufgang auf der Düne anzusehen.

Nach einer kurzen Nacht und einer wohltuenden Dusche machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Ziel des ganzen Ausflugs, um die Düne zu erklimmen. Etwas verspätet machten wir uns Sorgen, den Sonnenaufgang zu verpassen, da es schon so hell war etc... Als wir ankamen, liefen wir schnurstracks nach oben, immer wieder anhaltend um den Stand der Sonne zu begutachten, denn durch die hügeligen Dünen dauerte es etwas länger bis die Sonne da hervorkam. Wir waren total beeindruckt. Es war einfach unglaublich schön, so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Eine ganz andere Welt und doch dieselbe...

 Meine erste Wüste Traumhaft <3 Endlos sag mir, wie weit soll ich gehen?! Unbeschreiblich <3

Ich konnte nicht genug bekommen und sobald die Sonne rauskam wurde es direkt warm. Es war ein stückweit unrealtisch da zu sein. Dann haben wir noch zwei Heißluftballons gesehen, wie sie in der aufgehenden Sonne über der Wüste aufstiegen... Unvergesslich, wie im Film, nur noch viel schöner und real...

Nachdem ich irgendwann von den anderen losgeeist wurde, überlegten wir, ob wor noch ein bisschen weiter fahren wollten oder ob wir uns in Richtung zu Hause aufmachen sollten und in Südafrika noch etwas die Kuste entlang schippern wollten. Wir entschieden uns für letzteres. Die Rückfahrt ist schnell erzählt. Wir fuhren noch am gleichen Abend über die Grenze, wobei ein Stopschild übersahen und direkt eine saftige Strafe zahlen durften, anstregende Wiedereinreise... Wobei zu erwähnen sei, dass wir illegal ein paar Einwanderer mitbrachten, denn wir haben es auf der Rückfahrt irgendwie geschafft 3-4 Vögel mitzunehmen, einer von denen sichtbar im Kühler vorne, die Eingeweide rausquellend. Zurück in Südafrika wollten wir eine Unterkunft in Richtung Helena Bay suchen, um am nächsten Tag zwei, drei sehenswerte Orte an der Küste zu besichtigen. Daraus wurde leider nichts, da alle Unterkünfte ausgebucht und geschlossen waren, wieder einmal. Wir waren alle hundemüde und während Fahrer (Alex) und Beifahrer (ich) wachsam sein mussten, schlummerte der Rest gemütlich vor sich hin, bis zu dem Zeitpunkt, wo es unerträglich wurde, alle geweckt wurden und wir lustige Spielchen spielten, wie "ich packe meinen Koffer", Blackstories und co. Schließlich erklärte sich Babsi bereit uns zurück nach Hause zu fahren während Jana und Helena sie als Beifahrer tatkräftig wach hielten, in dem sie ihre Lebensgeschichten austauschten (schöne EInschlafgeschichten ;) ). Letztendlich kamen wir Sonntagmorgen gegen 6Uhr in Strand/Somerset West an. Wir schleppten uns ins Bett, froh uns wieder ausstrecken zu können, eine Matratze und eine bzw. drei Decken zu haben. Zum Nachmittag verabredeten wir uns, um die Nachbesprechung zu machen, sprich Fotos austauschen, Finanzen abzurechnen etc. Wirklich ein sehr, sehr lustiges und abenteurliches Erlebnis, das ich auf keinen Fall missen möchte, mit allem was dazugehört.

Nun hieß es noch 2,5 mal schlafen bis meine Abreise aus Kapstadt bevorstand und somit mein Umzug in den Krüger Nationalpark.

01Oktober
2014

Kochkurs, Sunset Cruise und Woodstock Market

Am Dienstag (16.09.) ging's dann bei semischönem Wetter surfen, nachdem unser Meeting zur Planung der Namibiareise abgeschlossen war. Am Mittwoch stand mal wieder ein Besuch in der Shopping Mall an. Dort habe ich mir meine langersehnten Chucks gekauft. Donnerstagnachmittag war erneut eine Namibiabesprechung, da wir einen Plan haben wollten und nichts mehr schief gehen konnte. Danach fuhren Steffi und ich nochmal in die Shopping Mall, um mit den Spendengeldern die ersten Sachen für die Kinder zu kaufen. Unter anderem z. B. Hula-Hoop-Reifen, Klebestifte, Radiergummi, Malfarbe und einen Pool für den Garten im Kindergarten. Völlig im Lesewahn versunken, habe ich innerhalb kürzester Zeit auch all meine drei Bücher ausgelesen. 

Das Wochenende begann mit der Fahrt nach Kapstadt, wo wir einen Kochkurs im Bo-Kaap gebucht hatten. Wir lernten Chicken Curry, Samosas, Chilli Bites, Koeksisters, Rotis und Sambal zu kochen. Traditionell südafrikanisch aßen wir das Essen ohne Besteck mit den Händen bzw. dienten die Rotis  als Schöpkelle, um Kartoffeln und Soße zu löffeln.

Bo-Kaap KochkursCooking ClassLinks: Rotis, Rechts: Samosas& Chili Bites Chicken Curry, Samosas, Chili Balls, etc.

Übrigens bin ich inzwischen Vegetarierin, seit ich bei der Townshiptour gesehen habe, wie lebende Hühner in heißem Wasser ertränkt werden, sie gerupft wurden und das Blut floss :( Nach dem wir unser Gepäck im Hostel abgelegt hatten liefen wir zum Greenmarket, wo ich ein paar Souvenirs kaufte. Mit dem Minibus (typisches afrikanisches Transportmittel, die immer völlig überfüllt sind) zur Waterfront. Dort tranken wir einen Moccachino und Co, durchstöberten nochmal die Läden und nach vielem hin-und her machte ich dann doch alleine eine Sonnenuntergangsboottour mit Sekt. Entschädigt durch einen Rabatt und sehr netten Crewmitgliedern ging's mit dem Katamaran raus und von da an, war ich hin-und weg, da ich einen sagenhaften Blick auf die Skyline Kapstadts genießen durfte. Außerdem lernte ich 2 sehr lustige, etwas ältere Amerikanerinnen kennen, mit denen ich mich unterhielt, lachte und wir den Sekt laufen ließen. Die Robben, der Sekt, die unterhaltsame und einfach glücklich- und zufrieden machende Atmosphäre sowie ein toller Sonnenuntergang ließen den Abend zu einem unvergesslichen Moment werden.

Panorama Sunset

Kurz bevor wir anlegten, luden mich die beiden Damen ein mit ihnen ins Mama Africa (Restaurant mit Livemusik und typisch afrikanischen Essen à la carte) zu gehen, leider ging ich im Endeffekt nicht mit, da ich wieder mit den anderen verabredet war und eigentlich Ausgehen auf dem Plan stand. Da ich aber seit Tagen mal wieder ohne Stimme war und immer wiederkehrende Magenprobleme, Schnupfen etc. hatte, bin ich zurück ins Hostel, wo Steffi und ich früh schlafen gingen.

Samstag nach dem Frühstück ging's zügigen Schrittes zum Bahnhof, da Steffi und ich auf den Woodstock Market gehen wollten. The Old Bisquit Mill ist eine größere Anlage mit Kunst- und Essensläden ähnlich wie der Markt in Stellenbosch. Nur sind hier die Shops in Gebäude eingearbeitet und verteilt, während Stellenbosch in zwei riesigen Zelten waren. Bei den Essens-und Trinkensangeboten, gabs nur minimale Unterschiede. Wie immer sehr lecker und Lust nach mehr. Leckereien soweit das Auge reicht! Mittags fuhren wir mit dem Zug nach Strand, um das Cheetah Projekt zu besuchen. Das eigentliche Ziel des Streichelns der Babygeparden gaben wir dann doch recht schnell wieder auf, da das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmte. Aber die cubs waren schon sehr süß!!! Den Abend ließen wir zu zweit allein im Haus mit einer DVD ausklingen.

  Woodstock Market Einer von 3 Innenhöfen Eins von zwei EssenszeltenCheetah Cubs

Am Sonntag konnten wir in Ruhe ausschlafen bevor wir um 11Uhr Golfunterricht bei Clive hatten. Das war sooo lustig und wir stellten uns laut ihm sogar ganz gut an. Die Sonne strahlte und es ist doch deutlich anstrengender als es aussieht. Danach legte ich mich in den Garten und las mein letztes Buch aus bevor wir anschließend ins Casa fuhren, um Joana zu verabschieden. Das Chocolate Fondant reichte als Haupt-und Nachspeise, dazu ein paar Cocktails und fertig war ein schöner Abend.

Chocolat Fondant

17Sept
2014

Lion's Head, Muizenberg und Co.

Ein kleiner Nachtrag: Das Spiel war sehr gut, nur leider ging es Unentschieden aus.

Donnerstag fuhren wir abends nach Stellenbosch. Dort gingen wir erst ins Cubana Cocktails trinken und Shisha rauchen und bestellten eine Riesen Portion leckerer Nachos. Danach gingen wir ins Tollis tanzen. Dort wurde uns vom Besitzer ein blauer Kaugummishot ausgegeben und entschieden uns die leere Tanzfläche zu nutzen um abzudancen. Es war sehr lustig.

Am Freitag chillten wir im Garten, ich las endlich mal und genoss die Sonne. Am Abend gingen wir im Bossa essen und feierten schließlich in einen Geburtstag rein, indem wir Wizard und andere Spiele spielten. Nach ein paar Gläsern Wein und Amarula (Standardgetränk hier) kam jemand auf die glorreiche Idee verstecken im Dunkeln zu spielen. Nach einigem Zögern waren fast alle dafür und wie kleine Kinder verstreuten wir uns nachdem wir die Regeln abgeklärt hatten. Nach kurzer Zeit ging aber auf einmal unsere Alarmanlage an und da keiner sie eingeschaltet hatte hieß es raus aus den Verstecken, Alarmanlage ausschalten und gucken was passiert war. Mit Taschenlampe durchsuchten wir das ganze Haus, als auf ein mal die Security ankam und uns erklärte das ein Emergency Button im Haus gedrückt wurde und daher auch noch mehr Verstärkung auf dem Weg sei. Als der zweite Wagen ankam, hatten wir bereits erklärt, dass keiner etwas gedrückt habe und das Haus schon durchsucht sei und alles in Ordnung wäre. Nachdem wir ein Passwort nennen sollten, sind sie dann abgefahren. Mit Sekt und Muffins feierten wir dann schließlich Geburtstag und gingen schlafen.

Freitagmorgen verabschiedeten wir zwei weitere Leute, die mit mir angekommen waren mit einem gemeinsamen Frühstück. Das war schon ein komisches Gefühl, auch deshalb weil es mir schon vor dem Abschied von Vera graute. Vera und ich hatten ein perfektes Abschlusswochenende geplant, aber da sie schon seit Tagen am kränkeln war, lag sie dann leider komplett flach. Da innerhalb von drei Tagen mit Antibiotika keine Besserung auftrat, musste ich leider allein mit Tobi und Alex das Wochenende verbringen, was zwar nicht schlimm, war aber doch eine Umstellung. Mit etwas umdisponieren vom ursprünglichen Plan hieß es im Endeffekt etwas später rein nach Kapstadt, kein shoppen auf dem Greenmarket und der Waterfront, dafür aber abends wieder weggehen. Das Hostel Once in Cape Town hatten wir auf den letzten Drücker noch bekommen, das war echt ziemlich geil. Den Lions Head stiefelten wir trotzdem hoch, um den Sonnenuntergang anzugucken. Innerhalb von 50 Minuten wanderten wir, die wie üblich ungesicherten Wege, nach oben, davon waren auch 10 Minuten Pause, um den Paraglidern beim Start zu zuschauen. Oben angekommen war es dann richtig schön. Da wir so schnell waren hatten wir noch 1,5 h Zeit bis die Sonne unterging, die verbrachten wir mit quatschen und ein paar Fotos.

Alex, Tobi und ich

Es war ziemlich voll oben und sobald die Sonne weg war, gabs Gruppenwanderung nach unten, mit Taschenlampen und dem Anblick des erleuchteten Kapstadts in der Dunkelheit. Da dachte ich nur: 'Wow, wie geil. Ja mir geht's gut!' Zurück im Hostel gingen wir schnell Duschen, dann etwas essen und danach weiter die Nacht kurzzeitig zum Tag machen.

Cape Town and Table MountainSunset

Sonntag morgen hieß es 7Uhr aufzustehen, das kleine Frühstück inklusive Liebeserklärung zu genießen, den Zug 8.30 Uhr zu bekommen, um nach Muizenberg zu fahren und dort Surfen zu gehen. Etwas müde kamen wir 9.45Uhr am bereits völlig Surferüberfluteten Meer an, liehen uns die Boards aus und stürzten uns etwas zögerlich ins Wasser. Toll war's wie eh und je, die Wellen mal etwas größer genauso die Angst vor Haien, da eine Seehundeninsel in der Nähe ist, weswegen es vermehrt zu Haiangriffen auf Surfer dort kommt. Außerdem werden die Boards immer kleiner und die Fahrten immer länger ;) nach einer angeblich warmen Dusche ging's mittags erstmal schön essen. Nach Kalk Bay schafften wir es anschließend leider nicht mehr, dafür chillten wir uns nochmal an den Strand und durchstöberten die Surfshops. Im Zug trafen wir prompt mal wieder auf Deutsche, die in Kapstadt im Hostel und in einer Finanzberatung arbeiten, die beide zufällig auch im Once in Cape Town wohnen. Zum Umsteigen hatten wir dann nur 5 Minuten, zum Glück konnten wie im vorherigen Zug schon Tickets kaufen und mussten also nur noch den Gleis rausfinden und hinrennen, was schließlich auch geklappt hat. Völlig übermüdet fuhren wir nach Hause und schauten an Veras letztem abend noch zwei Filme bevor wir für ein paar Stunden schlafen gingen.

Liebeserklärung am Morgen vertreibt Kummer und SorgenMuizenberg

Um 3.55Uhr ist sie abgeholt worden und ich vermisse sie jetzt schon. Nach 6 Wochen zusammenleben und alle Verrücktheiten zusammen machen ist das echt komisch... Vor allem da sie jetzt auch noch in den Krüger fliegt für 2 Wochen, bevor es nach Hause geht, also so wie ich. Am liebsten wäre ich mitgefahren oder hätte sie hier behalten. Vera, danke für eine wahnsinnig tolle, lustige, schöne, unterhaltsame Zeit!!! Ich freu mich auf unser Wiedersehen!!! Hoffe, du genießt deine Zeit im Krüger und ich winke dir aus dem Flugzeug am 01.10. zu!

10Sept
2014

01.09.-10.09.

Am Montag war der langersehnte Frühlingsanfang endlich da. Das Projekt war routiniert wie immer. Am morgen kam die Frau zur Bibelstunde, wir bastelten, sangen und zogen endlich mal die dicken Pullover aus und gingen seit langem mal wieder auf den Spielplatz. Danach machten wir ein großes Ausmisten im Haus, Schränke und Kühlschränke benötigten eine Grundreinigung, Produkte von Generationen von Voluntären mussten aussortiert und weggeschmissen bzw. gespendet werden. Danach begrüßten wir ein paar Neue bevor wir zum Strand fuhren, die Sonne und die heißen Temperaturen genießen. Beim schlafen gehen zurück im Haus passierte dann das nächste Abenteuer. Wir hatten alle gute Nacht gesagt, Musik im Ohr und auf einmal hörten wir Geräusche als würde jemand ganz laut Duschen. Nur hatte man das bisher nie so laut wahrgenommen. Vera und ich wunderten uns, ich sag noch scherzhaft: das wird doch jetzt kein Wasserrohrbruch sein... Als es nicht aufhörte und wirklich laut war, stand ich auf machte alle Lichter wieder an uns ging raus in den Flur. Das Wasser kam in Strömen aus der Decke im ersten Flur vor unserem Bad. Es dampfte vor Hitze und überall spritzte der Matsch und Dreck hin. Emergency Nummer gewählt, Clive angerufen, zwischendurch aufgeschrien, weil auch ein Teil der Decke runterkam. Irgendwann hörte das Wasser auf zu laufen, Clive kam und konnte dann den Wasserschaden nur bestätigen. 3 Tage lang kamen Elektriker und co. bis es endlich repariert war.

Rohrbruch

Dienstag war dann der bisher heißeste Tag mit 32°C. Steffi und ich fuhren nach der Arbeit direkt ins Waffelhaus, das so lala war. Danach trafen wir uns mit den anderen am Surfshop, um uns Boards auszuleihen. Dann ging es erstmal schön 2h surfen. Noch etwas entspannen in der Sonne und dann ab nach Hause. Mittwoch alles wie üblich, außer das wir abends das Spiel Deutschland gegen Argentinien in einer Sportbar schauten. Was für eine Tragödie! Freitag wurde zu einer freudigen Überraschung. Ich ging schnell zum Kwikspar, um Sekt zu kaufen, den es leider nicht gab. Anstattdessen servierte ich zurück im Haus Weinschorle und Cupcakes zum Frühstück. Der Grund dafür, ich hab nach 4 Monaten warten endlich erfahren, dass ich meine Bachelorarbeit bestanden habe. JIPPIE!!!! YEAH!!!!

Damit stand fest, dass wir in Kapstadt ordentlich feiern gehen würden. Gemütlich fuhren wir zu viert nach Monkey Town und schauten uns zahlreiche Affen an. Anschließend ging es zu neunt mit dem Zug rein nach Kapstadt. Erst zum Food Market, wo wir lecker aßen und dann mit zwei cabs zum Rugby Spiel. Es war ganz nett, aber bedarf keiner Wiederholung, denn irgendwie ergibt diese Sportart für mich keinen Sinn. Danach fuhren wir in eine Shotbar, wo ich erstmal eine Runde Springbok für alle ausgab. Nach einer guten Aufwärmung dort, zogen wir weiter zum Dubliner. Dort tanzten und feierten wir bis wir spät nachts von Monty abgeholt wurden.

Diese Runde Springbok ging auf mich :D

Am Samstagmorgen ging es dann leicht verkatert nach Robben Island, der Gefängnisinsel in der Mandela einige Jahre inhaftiert war. Danach shoppten wir noch an der Waterfront bevor wir zum Africa Café liefen, wo wir einen Tisch reserviert hatten, um 14 verschiedene, afrikanische Speisen zu verkosten. Es war zum größten Teil sehr lecker, nur manche Sachen fielen etwas aus der Reihe.

Nelson Mandelas ZelleThe Africa CaféSteffi, ich und Vera

Sonntag gingen Vera und ich mit Monty in die Kirche. Das war ein echtes Erlebnis. Die Predigt mit allem drum und dran wurde online übertragen und auch innerhalb der Kirche waren zwei große Leinwände. Nach 1,5h war das Spektakel vorbei und wir fuhren zur Townshipparty. Dort angekommen ließen wir alle Sachen im Bus bei Monty, da man besser nichts wertvolles mitnimmt. Man musste sich in einer Fleischerei essen kaufen, entweder Fleisch oder Pub und Schakala, das als Eintritt zur Party galt. Es war wahnsinnig voll und wir mussten allein 2h anstehen, um das Essen zu bestellen. Vera und ich teilten uns das Vegetarische, immerhin wissen wir jetzt was unsere Kinder im Projekt täglich zu essen bekommen. Diejenigen die sich Fleisch kauften, mussten das zum Grill bringen und bekamen eine Nummer mit der sie das Essen später abholen könnten. Aber innerhalb der 3h die wir dort bei der Party verbrachten, wurde das Essen nicht fertig. Naja gekostet hat es eh kaum was. Ich hab's nun gesehen und es ist cool wie die Afrikaner feiern, aber nochmal brauch ich das nicht.

Townshipparty

Bisher in der Woche nichts Neues. Arbeit wie immer, schön gesurft am Dienstag, sogar erstmals nur im Bikini. Jetzt geht's auf zum Fußballspiel in Kapstadt. Bafana Bafana vs. Nigeria. Das erste Fußballspiel meines Lebens!

Me and my board Surfing First soccer game ever

07Sept
2014

Hermanus, Tafelberg und Stellenbosch (29.-31.8.)

Am Freitag war seit 4 Wochen das erste mal ausschlafen angesagt. Nach vielen verschiedenen Planungsideen entschied ich mich mit Brigitte und Joana nach Hermanus zu fahren. Mit dem Auto waren wir in 1,5h da und schlenderten gemütlich an der Promenade entlang und sichteten einige Wale. Danach setzten wir uns entspannt in ein gemütliches Restaurant, wo wir eine Kleinigkeit aßen und uns mit einem Kaffee aufwärmten. Nach einem kleinen Spaziergang und ein wenig shoppen ging es zurück Richtung Strand. Kurz vorher blieben wir aber noch stehen und schauten uns in aller Ruhe einen schönen Sonnenuntergang an.

  Sunset

Am Samstag hieß es dann für Vera und mich um 6 Uhr aufzustehen, da wir nach Kapstadt reinfuhren, um den Tafelberg zu erklimmen. Um 9.05 Uhr starteten wir den Aufstieg und wanderten, kletterten und stolperten in 2h den Wanderweg in strahlendem Sonnenschein nach oben. 11Uhr kamen wir völlig erschöpft oben an. Eis und Kaffee wurden gekauft und draußen genossen. Als wir oben rumwanderten und die Aussichtspunkte abklapperten, blieben wir bei einem schönen und bis auf zwei Leute leeren Felsen stehen, um Fotos zu machen. Da wurden wie Zuschauer eines romantischen Spektakels. Wir sahen ein Pärchen sich küssen, als aufeinmal der Mann auf die Knie geht und eine kleine schwarze Schmuckbox mit Diamantring herausholt. Ein Heiratsantrag bei strahlend blauem Himmel mit der Skyline Kapstadts im Hintergrund. Die Frau völlig überrascht, sagt ja und küsst ihn und kann nicht aufhören ihren Ring anzugucken. Dann zaubert der Mann noch Champagner aus dem Rucksack und Gläser. Perfekt durchgeplant hat der Mann auch alles mit einer Kamera am Geländer gefilmt. Wirklich romantisch!! 1085m Höhenmeter galt es wieder bergab zu klettern. Über den botanischen Garten, Kirstenbosch stiefelten wir 3h nach unten. Zwischenzeitlich hörte der "Wanderweg" auf, wie kletterten an Bäumen entlang, um nicht abzustürzen und im Wasserfall auf den Felsen zu landen. Ebenso gab es eine Passage, wo es gar keinen Weg und noch nicht mal Ansätze davon gab, sodass wir auf allen Vieren durchs Wasser stolperten, auf nassen Felsen mit dem Po runterrutschten und ähnliche schöne Sachen. Immerhin wussten wir, dass uns der Wasserfall auf alle Fälle nach unten führen musste. Für den botanischen Garten am Ende hatten wir leider keine Zeit mehr, da wir unseren Zug nicht verpassen durften, da es der letzte war. Mit ein paar kleineren Blessuren kamen wir gegen 19 Uhr wieder im Haus an.

Lion's Head & Robben IslandCape Town 

Am Sonntag stand wieder etwas entspanntes an. Mit Vera und Steffi besuchte ich ein Dorffest in Stellenbosch. Dort waren zwei große Zelte aufgebaut, eins mit 20 verschiedenen schmackhaften Essensangeboten und eins mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten wie Schmuck, Kleidung, Souvenirs, Taschen, Bücher usw. Ein Tag vorm Frühlingsanfang hatten es die Temperaturen erstmals ganz schön insich, 26°C, hießen für uns unsere Sommerkleider auszupacken. Wir kosteten selbstgemachte Limonade, Avocado Wraps, Cupcakes und hörten der Liveband zu, während wir in der Sonne chillten.

PS: die Saisonvorbereitung läuft bei mir auf Hochtouren. Zusammen mit Vera (Fußballerin dritte Liga) gehe ich 2-3 mal die Woche joggen mit anschließendem Workout im Garten. Zusätzlich zu dem wöchentlichen Surfen und den Wandertouren versteht sich ;)

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